Alessandro Zanardi, der nach einem schweren Unfall im Motorsport eine inspirierende Karriere im Behindertensport begann, ist im Alter von 59 Jahren verstorben. Seine Familie bestätigte, dass er am 1. Mai 2026 friedlich eingeschlafen ist.
Zanardi verlor 2001 bei einem Crash im Motorsport beide Beine, was sein Leben grundlegend veränderte. Trotz dieser Herausforderung kehrte er in den Rennsport zurück und feierte vier Siege bei den Deutschen Tourenwagen-Masters.
In seiner Zeit als Formel-1-Fahrer zwischen 1991 und 1999 nahm er an mehr als 40 Rennen teil und war Teamkollege von Ralf Schumacher. Er wurde zu einer Ikone des Behindertensports und gewann bei den Paralympics insgesamt vier Gold- und zwei Silbermedaillen in den Jahren 2012 und 2016.
Sein Leben nahm jedoch eine dramatische Wendung, als er 2020 einen schweren Unfall mit dem Handbike erlitt. Dabei zog er sich schwerste Kopf- und Gesichtsverletzungen zu und musste im Helikopter auf dem Weg zum Krankenhaus siebenmal wiederbelebt werden.
Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni würdigte Zanardi als außergewöhnlichen Menschen und sagte: „Mit seinen sportlichen Erfolgen, seinem Vorbild und seiner Menschlichkeit hat er uns allen viel mehr als nur einen Sieg geschenkt: Er hat uns Hoffnung, Stolz und die Kraft gegeben, niemals aufzugeben.“
Zanardi bleibt nicht nur als Sportler in Erinnerung, sondern auch als Pionier und Symbol für Durchhaltevermögen. Seine Geschichte inspiriert weiterhin viele Menschen weltweit.
