Audi kämpft mit Gewinnrückgang und US-Zöllen

Audi kämpft mit Gewinnrückgang und US-Zöllen

Audi kämpft mit einem vierten Gewinnrückgang in Folge und sieht sich erheblichen Herausforderungen durch US-Zölle gegenüber. Im ersten Quartal 2026 sank der Gewinn nach Steuern um 11 Prozent auf 559 Millionen Euro, während die globalen Auslieferungen um 6,1 Prozent auf 360.106 Einheiten zurückgingen.

Die Auslieferungen in China fielen besonders stark — um 12 Prozent auf nur noch 127.109 Fahrzeuge. Diese Rückgänge sind alarmierend für Audi, das seine Marktanteile in einem zunehmend wettbewerbsintensiven Umfeld verteidigen muss.

Die US-Zölle belasten die Margen von Audi, wobei Finanzchef Jürgen Rittersberger erklärte: „Ohne Zölle wäre Gewinnwachstum möglich gewesen.“ Die Zölle könnten die Marge des Unternehmens um rund 1,25 Prozentpunkte verringern und somit den Druck auf die Profitabilität weiter erhöhen.

Audi plant eine Modelloffensive in den USA, um den Rückgang der Verkaufszahlen zu bekämpfen. Diese Initiative soll helfen, die Markenpräferenzen in einem Markt zu stärken, der zunehmend von neuen Akteuren wie BYD geprägt wird. Justus Riemann betonte: „Die starke Verbesserung von BYD zeigt, dass Elektromobilität und neue Player aus Asien zunehmend im Bewusstsein deutscher Verbraucher ankommen.“

Trotz dieser Herausforderungen bleibt Audi bei den jüngeren Generationen beliebt. Das Unternehmen hat bei der Generation Z den höchsten Einzelwert aller Marken mit einem Index-Score von 33,6 und bei den Millennials einen Score von 28,7 erreicht.

Insgesamt hat Audi im ersten Quartal einen Umsatzrückgang von 15,4 auf 14,2 Milliarden Euro verzeichnet. Beobachter sind gespannt darauf, wie das Unternehmen seine Strategie anpassen wird, um sowohl die Herausforderungen durch die US-Zölle als auch den Rückgang der Verkaufszahlen zu bewältigen.