Biontech schließt mehrere Standorte und streicht Stellen

Biontech schließt mehrere Standorte und streicht Stellen

Biontech plant die Schließung mehrerer Standorte in Idar-Oberstein, Marburg, Singapur und Tübingen und streicht dabei bis zu 1.860 Stellen. Dies geschieht vor dem Hintergrund eines signifikanten finanziellen Umbruchs, der durch geringere Einnahmen aus COVID-19-Impfstoffen verursacht wird.

Das Unternehmen rechnet mit einem Verlust von 532 Millionen Euro im ersten Quartal 2026 und plant Einsparungen von 500 Millionen Euro bis 2029. Die BioNtech-Aktie fiel nach der Ankündigung der Standortschließungen um mehr als fünf Prozent.

Die Unternehmensgründer Ugur Sahin und Özlem Türeci haben angekündigt, Biontech zu verlassen. Ihr Rücktritt sorgt für Besorgnis unter den Mitarbeitern und Investoren, da sie als Schlüsselpersonen in der mRNA-Technologie und Krebsforschung gelten.

Ingmar Hoerr, ein ehemaliger Kollege, äußerte sich kritisch: „Ich finde es total unlauter. Das ist fast schon Trickserei…“ Diese Äußerung spiegelt die Sorgen wider, dass die Übernahme von CureVac durch Biontech nicht im besten Interesse aller Beteiligten war.

Auf lokaler Ebene beschreibt Frank Frühauf die Situation in Idar-Oberstein als „Hiobsbotschaft“. Der Betriebsrat sieht in den Entscheidungen einen Vertrauensbruch, da er nicht in den Prozess einbezogen wurde.

Biontech hat in der Vergangenheit erhebliche finanzielle Erfolge erzielt, doch die aktuelle Marktsituation zwingt das Unternehmen zu drastischen Maßnahmen. Die Übernahme von CureVac wurde im Dezember 2025 vollzogen, was zusätzliche Unsicherheiten für die Zukunft mit sich bringt.

Die nächsten Schritte des Unternehmens bleiben unklar. Während Biontech weiterhin an der Entwicklung neuer Produkte arbeitet, bleibt abzuwarten, wie sich diese Veränderungen auf die Belegschaft und die Innovationskraft des Unternehmens auswirken werden.