Die Boeing 787 Dreamliner steht erneut im Fokus aufgrund einer Pannenserie bei United Airlines, die Fragen zur Qualitätskontrolle aufwirft. Im April 2026 führte United Airlines eine neue Boeing 787-9 mit der Registrierung N61101 ein, die am 22. April ihren Erstflug hatte.
Bereits kurz nach der Einführung gab es Probleme: Die Maschine wurde innerhalb von fünf Tagen zweimal am Boden festgesetzt. Dies weckt Besorgnis über die Zuverlässigkeit des neuen Modells, insbesondere in Anbetracht der Vorfälle im Zusammenhang mit anderen Betreibern.
Im Juni 2025 stürzte eine Boeing 787-8 der Air India ab, was zu einer umfassenden Überprüfung der Sicherheitsstandards führte. Infolgedessen ordnete die FAA an, dass 900 Boeing 787 Dreamliner weltweit einer dringenden Inspektion unterzogen werden müssen.
Separat dazu betreibt Lufthansa seit Oktober 2025 Boeing 787-9 Dreamliner ab dem Flughafen Frankfurt. Bis Ende 2027 plant Lufthansa, insgesamt 29 dieser Flugzeuge in Betrieb zu nehmen, um die Treibstoffeffizienz und den Komfort auf Langstreckenflügen zu verbessern.
Ethiopian Airlines hat am 1. Mai 2026 sechs weitere Boeing 787-9 Dreamliner bestellt und bekräftigt damit ihre Position als Betreiber der größten Dreamliner-Flotte Afrikas. Mesfin Tasew, CEO von Ethiopian Airlines, sagte: „Converting the options of six Boeing 787-9 Dreamliner airplanes into a firm order is truly a proud moment for us.“
Trotz dieser positiven Entwicklungen bleibt unklar, ob die Ursachen der Vorfälle bei United Airlines auf technische Mängel oder Kinderkrankheiten der neuen Langstrecken-Kabinenkonfiguration zurückzuführen sind. Offizielle Bestätigungen stehen noch aus.
Die Pannenserie bei United Airlines reiht sich in eine längere Geschichte von Problemen rund um den Boeing 787 Dreamliner ein und wirft Fragen zur zukünftigen Zuverlässigkeit dieses Flugzeugtyps auf.
