Drei Passagiere, darunter ein Deutscher, starben nach einem mutmaßlichen Hantavirus-Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff MV Hondius, das in Kap Verde nicht anlegen darf. Insgesamt befinden sich 149 Personen an Bord, von denen 88 Passagiere sind.
Die Situation an Bord ist ernst. Ein Passagier wurde positiv auf Hantavirus getestet und liegt in kritischem Zustand auf der Intensivstation in Johannesburg. Zwei niederländische Passagiere sind ebenfalls verstorben.
Die Reederei Oceanwide Expeditions äußerte sich besorgt über die medizinische Lage und bestätigte, dass zwei Crewmitglieder erkrankt sind, jedoch noch keine Bestätigung für Hantavirus vorliegt.
Die WHO hat erklärt, dass die Gefahr für die allgemeine Bevölkerung niedrig bleibt. Hantaviren werden typischerweise über die Ausscheidungen von Nagetieren übertragen und sind seit den 1950er-Jahren bekannt.
In Deutschland erkranken jährlich nur wenige Hundert Menschen an Hantavirus. In den letzten 25 Jahren gab es dort lediglich einen Todesfall durch diese Krankheit.
Ob das Hantavirus tatsächlich die Todesursache bei den verstorbenen Passagieren war, ist unklar. Die Infektionsursache bei den Crewmitgliedern bleibt ebenfalls unbestätigt.
Kernfakten:
- Drei Menschen starben nach einer Hantavirus-Erkrankung auf dem Kreuzfahrtschiff.
- Ein deutscher Passagier ist unter den Toten.
- Zwei niederländische Passagiere starben ebenfalls.
- Ein Passagier befindet sich in kritischem Zustand auf der Intensivstation in Johannesburg.
- Zwei Crewmitglieder sind erkrankt, das Hantavirus ist bei ihnen jedoch noch nicht bestätigt.
- Das Kreuzfahrtschiff darf nicht in Kap Verde anlegen.
Die Situation wird weiterhin genau beobachtet, um mögliche weitere Ausbrüche zu verhindern und die Gesundheit aller Beteiligten zu schützen.
