Nach einem Hantavirus-Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff MV Hondius sind drei Menschen mutmaßlich gestorben, was zur Weigerung von Kap Verde führte, das Schiff im Hafen der Hauptstadt Praia anlegen zu lassen.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erklärte, dass die Gefahr für die allgemeine Bevölkerung weiterhin niedrig bleibt. Hans Kluge, Regionaldirektor der WHO für Europa, betonte: „Die Gefahr für die allgemeine Bevölkerung bleibt weiterhin niedrig.“
Das Kreuzfahrtschiff war von Argentinien auf dem Weg zu den Kap Verde und hatte Platz für 170 Passagiere sowie 70 Besatzungsmitglieder. Unter den Verstorbenen befindet sich auch eine Person aus Deutschland.
Drei weitere Personen sind infiziert, darunter ein Passagier, der sich derzeit auf einer Intensivstation in Südafrika befindet. Die Ursache für die Infektionen ist noch nicht bekannt — Behörden haben bisher keine genauen Informationen dazu veröffentlicht.
Die Übertragung des Hantavirus erfolgt üblicherweise über die Ausscheidungen von Nagetieren. In Deutschland erkranken jährlich wenige Hundert Menschen an dem Virus; laut dem Robert Koch-Institut gab es in den vergangenen 25 Jahren nur einen Todesfall durch Hantavirus.
Die niederländischen Behörden planen zudem, zwei weitere Betroffene medizinisch evakuieren zu lassen. Das Gesundheitsrisiko wird jedoch als gering eingeschätzt.
Die Situation zeigt einmal mehr die Herausforderungen im Umgang mit Viren, die durch Tiere übertragen werden können. Dennoch bleibt das öffentliche Gesundheitswesen gut vorbereitet auf solche Ausbrüche.
