Hornissen: Die Asiatische Hornisse bedroht die Biodiversität in Deutschland

Hornissen: Die Asiatische Hornisse bedroht die Biodiversität in Deutschland

Die Asiatische Hornisse stellt eine erhebliche Bedrohung für die heimischen Bienen und die Biodiversität in Deutschland dar. Die Velutina macht unter anderem Jagd auf unsere Wildbienen, Hummeln und Honigbienen. Dies erklärte Thomas Hock, ein Experte für Insektenkunde, der sich intensiv mit den Auswirkungen dieser invasiven Art beschäftigt.

Die Asiatische Hornisse, auch bekannt als Vespa velutina, ist seit 2004 in Europa und seit 2014 in Deutschland verbreitet. Sie erreicht eine Länge von etwa zwei Zentimetern und hat einen charakteristischen schwarzen Kopf sowie gelbe Füße und ein breites gelbes Band am Hinterleib. Ihre Ausbreitung hat bereits alarmierende Folgen für die Imkerei.

Ein Nest der Asiatischen Hornisse kann mehrere Tausend Tiere beherbergen. Während sie sich vor allem von Wildbienen, Hummeln und Honigbienen ernährt, liegt der Anteil der Bienen an ihrer Ernährung in Deutschland bei etwa 37 bis 85 Prozent. Diese Jagd trägt zum Bienensterben bei, das bereits viele Imker vor große Herausforderungen stellt.

Wirtschaftliche Auswirkungen:

  • In Belgien haben etwa 30 Prozent der Imker in besonders betroffenen Regionen aufgegeben.
  • In Frankreich werden jährlich Schäden in Höhe von rund 32 Millionen Euro in der Imkerei erwartet.
  • Die Asiatische Hornisse breitet sich entlang des Rheins mit einer Geschwindigkeit von 75 bis 80 Kilometern pro Jahr aus.

Thomas Hock fordert mehr Forschung zur Bekämpfung der Velutina: „Wir brauchen mehr Forschung, um die Velutina bekämpfen zu können.“ Allergische Reaktionen auf Hornissenstiche sind ebenfalls ein ernstzunehmendes Problem; sie können Atembeschwerden und Schwellungen hervorrufen. Dies stellt nicht nur eine Gefahr für Imker dar, sondern auch für Menschen, die allergisch auf Stiche reagieren.

Die Europäische Union hat bereits im Jahr 2016 die Asiatische Hornisse auf die Liste invasiver Arten gesetzt. Experten warnen vor den langfristigen Folgen für das Ökosystem, wenn diese Art nicht kontrolliert wird. Die Nestentfernung ist eine Maßnahme, die immer häufiger angewendet wird, um ihre Ausbreitung einzudämmen.