Ein mutmaßlicher Abschiedsbrief von Jeffrey Epstein, der seit Jahren unter Verschluss gehalten wird, wirft neue Fragen zu seinem Tod auf. Der Brief, der den Satz „Time to say goodbye“ enthalten soll, wurde von Nicholas Tartaglione, einem ehemaligen Zellengenossen, gefunden.
Epstein wurde am 10. August 2019 tot in seiner Gefängniszelle in New York aufgefunden. Die offizielle Todesursache lautet Suizid, was im Kontext des anhaltenden Missbrauchsskandals um ihn und seine Verbindungen zu einflussreichen Persönlichkeiten steht.
Tartaglione entdeckte den Brief in einem Comicbuch in ihrer gemeinsamen Zelle. Er äußerte sich dazu mit den Worten: „Ich schlug das Buch auf, um zu lesen, und da war sie.“ Diese Entdeckung hat die Diskussion über die Umstände von Epsteins Tod neu entfacht.
Die Echtheit des Briefes wurde Ende 2019 oder Anfang 2020 offenbar bestätigt. Dennoch bleibt unklar, warum er bis heute unter Verschluss blieb und ob er tatsächlich von Epstein stammt.
Die US-Regierung hat nach eigenen Angaben keine Kenntnisse über den Brief und die Notiz befindet sich in einem Tresor eines New Yorker Gerichts. Dies wirft Fragen über die Transparenz der Ermittlungen auf.
Tartaglione bestreitet Vorwürfe, Epstein angegriffen zu haben. Er sagte: „Was soll ich denn machen, in Tränen ausbrechen? Es ist Zeit, Abschied zu nehmen.“ Seine Aussagen könnten darauf hindeuten, dass er sich mit der Situation auseinandersetzt.
Der Missbrauchsskandal um Epstein zieht sich über mehr als 20 Jahre und umfasst zahlreiche mutmaßliche Opfer. Der Fall hat nicht nur juristische Konsequenzen, sondern auch gesellschaftliche Debatten über Machtmissbrauch und Gerechtigkeit angestoßen.
Die Ermittlungen zu Epsteins Tod und die Rolle des Briefes scheinen bislang keine direkte Auswirkung auf die offiziellen Berichte gehabt zu haben. Die Frage bleibt jedoch bestehen: Welche Informationen könnte dieser Brief enthalten?
