Schiedsrichter-Experten zweifeln an Gültigkeit von Sanés Tor für Deutschland

Schiedsrichter-Experten zweifeln an Gültigkeit von Sanés Tor für Deutschland

Zwei ehemalige Bundesliga-Schiedsrichter äußerten Bedenken hinsichtlich der Anerkennung des frühen 1:0-Führungstreffers der deutschen Nationalmannschaft gegen Ecuador. Das Tor, erzielt von Leroy Sané in der zweiten Minute des dritten Gruppenspiels der Fußball-WM, wurde trotz der Kritik nicht zurückgenommen.

Patrick Ittrich, ein früherer Bundesliga-Schiedsrichter und Experte bei MagentaTV, erklärte, er hätte das Tor nicht gegeben. Er begründete seine Einschätzung damit, dass Aleksandar Pavlović unmittelbar vor dem Treffer den Fuß im Zweikampf mit seinem Gegenspieler zu weit oben gehabt habe. Ittrich bezeichnete dies als „klares Foulspiel“ und betonte, ein „klarer Fußtreffer oben“ sei zu sehen gewesen. Trotz dieser Einschätzung ließ Schiedsrichterin Tori Penso aus den USA den Treffer zählen, und der Video-Assistent griff ebenfalls nicht ein.

Expertenmeinungen zum umstrittenen Treffer

Auch Lutz Wagner, ein weiterer ehemaliger Bundesliga-Referee und ARD-Experte, äußerte Zweifel an der Entscheidung. Er nannte die Anerkennung des Tores eine „sehr mutige Entscheidung“ und zeigte sich verwundert, dass der VAR nicht eingegriffen habe. Wagner, der auch als DFB-Schiedsrichter-Lehrwart tätig ist, merkte an, dass es keine Beschwerden gegeben hätte, wäre das Tor zurückgenommen worden.

Das Führungstor war für Sané das erste DFB-Tor bei einem großen Turnier. Laut dem Datendienstleister Opta war der Treffer nach einer Minute und 49 Sekunden das zweitschnellste Tor in der deutschen WM-Historie. Nur Ernst Lehner traf bei der WM 1934 gegen Österreich noch schneller, indem er bereits in der ersten Minute ein Tor erzielte.

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Ecuadors Situation und Spielverlauf

Die deutsche Nationalmannschaft bestreitet ihr letztes Gruppenspiel der Fußball-WM am Donnerstagabend. Das DFB-Team steht bereits als Gruppensieger fest. Für Gegner Ecuador ist ein Sieg jedoch entscheidend, um im Turnier weiterzukommen. Im Verlauf des Spiels kam es zu weiteren entscheidenden Szenen, darunter ein zurückgenommener Elfmeter für Deutschland nach Überprüfung durch den VAR.

Ecuador konnte im weiteren Spielverlauf die Führung übernehmen und lag zwischenzeitlich mit 2:1 in Front. Dies geschah nach einem Missverständnis zwischen Manuel Neuer und Jonathan Tah. Das Spiel in New Jersey zeigte eine turbulente erste Halbzeit mit einer Trinkpause und mehreren entscheidenden Momenten, die den Spielstand beeinflussten.

Die Begegnung war geprägt von intensiven Phasen, darunter sieben Minuten Nachspielzeit, in denen beide Teams um weitere Treffer kämpften. Das Spielgeschehen hielt die Zuschauer in Atem, während Ecuador versuchte, die notwendigen Punkte für das Weiterkommen zu sichern.

Das 2:1 für Ecuador
Das 2:1 für Ecuador Credit: tagesspiegel.de

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Source: web.de

Jonas Keller

Sportredakteur mit Schwerpunkt Fußball und internationale Wettbewerbe.