Robert Marc Lehmanns umstrittene Rolle bei der Rettung des Buckelwals Timmy hat sowohl massive öffentliche Unterstützung als auch scharfe Kritik hervorgerufen. Der Wal strandete am 23. März 2026 vor Niendorf in der Ostsee und wurde von verschiedenen Helfern, einschließlich Lehmann, gerettet.
Lehmann, ein Meeresbiologe und Tierschutzaktivist, reiste schnell an die Ostsee und beteiligte sich aktiv an den Rettungsbemühungen. Während seiner Einsätze wurde er jedoch zeitweise von der offiziellen Rettungsmission ausgeschlossen, was Fragen zur Effektivität seiner Methoden aufwarf.
Kritikpunkte:
- Eine Drohne seines Teams wurde als unnötig nah am Wal geflogen kritisiert.
- Das Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung warnte vor einem Baggereinsatz, an dem Lehmann beteiligt war.
- Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus erklärte, dass Lehmanns Beteiligung den Einsatz um einen Dreivierteltag verzögert hätte.
Die Reaktionen auf Lehmanns Vorgehen waren gespalten. Während einige seine Leidenschaft für den Tierschutz loben, beschuldigen andere ihn der Selbstdarstellung. Ein mutmaßlicher Bürgermeister bezeichnete ihn in einer E-Mail als „absolut inkompetent“.
Am 20. April 2026 schwamm sich der Buckelwal schließlich frei, kehrte jedoch in die Bucht zurück. Experten vom Deutschen Meeresmuseum äußerten sich pessimistisch über die Überlebenschancen von Timmy nach einer Lebendbergung.
Zitate:
„Wenn es hier um Selbstdarstellungszwecke geht, dann können wir das Ganze von seiner Seite aus auch abbrechen.“ – Behördenvertreter und „Die Chance, dass der Wal bei einer Lebendbergung auch in Freiheit überlebt, ist sehr gering.“ – Gutachten des Deutschen Meeresmuseums.
Lehmann selbst nahm die Kritik gelassen auf und postete auf Instagram: „Keine Lust Meer.“ Die Situation bleibt angespannt, da die Echtheit der E-Mail des Bürgermeisters nicht unabhängig verifiziert wurde und die genauen Überlebenschancen von Timmy unklar sind.
