Die Entdeckung einer 5.500 Jahre alten Holzplattform im Loch Bhorgastail, Äußere Hebriden, hat das Verständnis von prähistorischer Ingenieurskunst revolutioniert. Diese Plattform, mit einem Durchmesser von etwa 23 Metern, wurde zwischen 3.500 und 3.300 vor Christus errichtet und ist älter als Stonehenge.
Die Holzplattform verändert den Zeitplan für komplexe Bauvorhaben in der Region erheblich. Archäologen entdeckten außerdem hunderte Fragmente neolithischer Töpferwaren in der Nähe der Insel, was auf die kulturelle Bedeutung dieser Stätte hinweist.
In der Region der Äußeren Hebriden existieren schätzungsweise 170 künstliche Inseln, die möglicherweise für rituelle Deponierungen genutzt wurden. Ein Damm aus Stein verband die Plattform einst mit dem Ufer, was auf fortschrittliche Baukenntnisse hinweist.
Separat dazu zeigt ein archäologischer Fund in Aberdeen frühe Zahnmedizin mit einem Golddraht, der zwischen 1460 und 1670 eingesetzt wurde. Dieser Fund belegt soziale Ungleichheiten im Gesundheitswesen und verdeutlicht, dass wohlhabendere Personen Zugang zu fortschrittlichen zahnärztlichen Behandlungen hatten.
Wichtige Fakten:
- Die Plattform ist älter als Stonehenge.
- Insgesamt wurden hunderte Fragmente neolithischer Töpferwaren gefunden.
- Der Golddraht zeigt frühe Fortschritte in der Zahnmedizin.
James Buchan äußerte sich besorgt über die sozialen Bedingungen in der Region: „Einige Gegenden hier fangen an, wie Slums auszusehen.“ Conrad Ritchie bezeichnete die Entdeckung als „weiteren Baustein“ in der Erforschung prähistorischer Kulturen.
Die Studie über den Zahnmedizin-Fund wurde im British Dental Journal veröffentlicht. Dies könnte neue Perspektiven auf die Gesundheitsversorgung im historischen Kontext eröffnen.
