Solarstrom: Überlastung der Stromnetze durch -Anlagen

Solarstrom: Überlastung der Stromnetze durch -Anlagen

In Deutschland warnen Experten angesichts von fünf Millionen Photovoltaik-Anlagen vor einer Überflutung der Stromnetze. Sie empfehlen, diese Anlagen an Sonn- und Feiertagen abzuschalten, um eine Netzüberlastung zu vermeiden.

Aktuell kommen täglich etwa 3000 neue Photovoltaik-Anlagen hinzu. Diese rasante Zunahme führt zu einem Anstieg der Stromproduktion, was am 1. Mai 2023 zu einem negativen Strompreis von minus 855 Euro pro Megawattstunde auf dem Intraday-Markt führte.

Zusätzlich erhielten ausländische Energieversorger am gleichen Tag deutschen Strom kostenlos und bis zu 49,9 Cent je abgenommener Kilowattstunde. Diese Situation verdeutlicht die Herausforderungen der aktuellen Energiewende.

Reaktionen von Experten:

„Schaltet eure Photovoltaik-Anlagen ab!“, fordert Prof. Lion Hirth. und Philipp Schröder betont: „Viele kleine PV-Anlagen lassen sich nicht vom Netzbetreiber abschalten, deswegen am besten selbst aktiv werden.“.

Auf einem anderen Gebiet hat sich die Zahl der Balkonkraftwerke in Böblingen seit dem Start eines Förderprogramms mehr als verdreifacht. Bis zum 31. Dezember 2026 können dort Anträge für diese Anlagen gestellt werden.

Haushalte mit Balkonkraftwerken sparen jährlich etwa 200 Euro an Stromkosten. Aktuell sind in Böblingen und Dagersheim bereits 980 Balkonkraftwerke erfasst.

Daher steigt die Nachfrage nach solchen Anlagen aufgrund geopolitischer Spannungen und steigender Energiekosten stetig an. Die Diskussion über die Netzstabilität wird in den kommenden Monaten weiter zunehmen.