Die Kaderplanung des 1. FC Köln und die ungewisse Zukunft von Said El Mala sind zentrale Themen im aktuellen Trainingslager. Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler betonte, dass der Kader noch nicht vollständig sei und Geduld auf dem Transfermarkt erforderlich sei. Er erklärte, dass sich der Markt noch bewegen werde.
Die Situation um Said El Mala, der von Borussia Dortmund umworben wird, beschäftigt den Verein. Kessler gab an, grundsätzlich keine Details über Gespräche mit Spielern oder deren Vertretern preiszugeben. Er bestätigte jedoch, dass es in den letzten Wochen Interesse von mehreren Klubs an El Mala gab, aber bisher keine Einigung erzielt wurde, die alle Parteien an einen Tisch gebracht hätte.
Kessler äußerte sich nicht zu Berichten über eine weitere Offerte von Borussia Dortmund, nachdem ein erstes Angebot angeblich für Irritationen beim 1. FC Köln gesorgt hatte. Er stellte klar, dass er auf seriöse Anfragen reagiere, aber nicht jede Anfrage als hundertprozentig seriös einzustufen sei.
El Malas Rolle im Team und Transfergespräche
Trotz der anhaltenden Spekulationen lobte Kessler die Einstellung des 19-jährigen El Mala. Er hob hervor, dass El Mala im Training engagiert sei und ein Spieler mit außergewöhnlichem Potenzial sei. Kessler betonte, dass El Mala einen gültigen Vertrag beim 1. FC Köln besitze und je mehr er ihn im Training sehe, desto weniger Interesse habe er daran, ihn abzugeben.
Aktuell gebe es kein Angebot, das den Verein ernsthaft in Betracht ziehen würde. Kessler räumte ein, dass seit Wochen verschiedene Optionen auf dem Tisch lägen, aber nichts davon ihn dazu bewogen hätte, über einen Abgang des Spielers nachzudenken. El Mala hat beim 1. FC Köln einen langfristigen Vertrag bis 2030, der keine Ausstiegsklausel enthält.
Lange Zeit wurde die Premier League als mögliches Ziel für El Mala gehandelt, doch derzeit gibt es keine konkreten Hinweise auf einen Wechsel dorthin. Stattdessen wird Borussia Dortmund ein konkretes Interesse am Linksaußen nachgesagt. Sowohl BVB-Sportdirektor Ole Book als auch Sport-Geschäftsführer Lars Ricken äußerten sich jedoch zurückhaltend zu den Gerüchten.
Kaderplanung und weitere Positionen
Ricken erklärte, dass El Mala nicht ihr Spieler sei und sie sich nicht zu Spielern anderer Vereine äußern würden, die dort langfristig unter Vertrag stünden. Er merkte an, dass Journalisten manchmal Informationen hätten, deren Ursprung er nicht kenne, aber sie kämen nicht vom BVB.
Der 1. FC Köln bleibt bezüglich El Mala gesprächsbereit. Kessler stellte klar, dass Entscheidungen immer im Sinne des Vereins getroffen würden. Sollte ein Zeitpunkt kommen, an dem sowohl die sportlichen als auch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen überzeugen, würde sich der Verein damit auseinandersetzen. Aktuell stelle sich diese Frage jedoch nicht.
Neben der Situation um El Mala besteht auch auf anderen Positionen Handlungsbedarf. Auf die Möglichkeit einer Rückkehr von Mittelfeldspieler Ellyes Skhiri aus Frankfurt angesprochen, erklärte Kessler, dass er nicht über Spieler spreche, die nicht beim Verein seien. Er fügte hinzu, dass der Verein auf der Suche nach Verstärkungen auf dieser Position sei und dafür Geduld benötige. Einem Bericht zufolge sei eine Rückkehr von Skhiri jedoch vom Tisch.
Die fortschreitende Professionalisierung im Fußball, insbesondere im Bereich der Verhandlungen, wird auch durch die Schaffung neuer Stellenprofile deutlich. Bei Borussia Dortmund wurde beispielsweise die Position des Referenten Geschäftsführer Sport & Stabsstelle Verhandlungsführung geschaffen. Diese Rolle wird von Simon Rödder ausgefüllt, der seit August 2025 für den BVB tätig ist.
Rödder, der zuvor in einer auf Verhandlungen spezialisierten Managementberatung den Sportsektor verantwortete, soll den BVB dabei unterstützen, Prozesse im Sport professioneller und effizienter zu gestalten. Er sitzt bei Verhandlungen mit am Tisch und war zuletzt Teil der Delegation, die den Durchbruch bei den Gesprächen bezüglich des Transfers von Mittelfeldspieler Konstantinos Karetsas erzielte. Es wird erwartet, dass Rödder auch eine Rolle bei der Lösung der Transfergespräche um Said El Mala spielen könnte.
Kessler betonte, dass der 1. FC Köln grundsätzlich Entscheidungen immer im Sinne des Vereins treffe.
Source: ksta.de
