FC Bayern: Matthäus äußert sich zu Musiala, El Mala und Kimmich

FC Bayern: Matthäus äußert sich zu Musiala, El Mala und Kimmich

Der FC Bayern München bereitet sich im Trainingslager in Rottach-Egern am Tegernsee auf die kommende Saison vor. Der ehemalige Spieler Lothar Matthäus hat sich in einer Kolumne zu verschiedenen Aspekten des Vereins geäußert, darunter die Kaderplanung, die internationale Wettbewerbsfähigkeit sowie die Situation von Spielern wie Jamal Musiala und Joshua Kimmich.

Matthäus sieht die Münchner in ihrer Kaderplanung auf dem richtigen Weg, indem sie sowohl auf etablierte Stars als auch auf junge Talente setzen. Spieler wie Lennart Karl werden als vielversprechende Talente hervorgehoben, während Nathaniel Brown und Ismael Saibari als Verstärkungen genannt werden, die bereits bei ihren vorherigen Vereinen und während der Weltmeisterschaft ihre Qualität unter Beweis gestellt haben. Brown wird dabei als einer der wenigen deutschen Nationalspieler genannt, der mit seiner Leistung bei der WM zufrieden sein konnte.

Musialas Comeback und die Konkurrenz

Die Situation um Jamal Musiala wird ebenfalls thematisiert. Musiala hatte sich vor über einem Jahr eine schwere Fußverletzung zugezogen und musste sich nach dem WM-Aus der deutschen Nationalmannschaft einer weiteren Operation unterziehen. Diese Operation war notwendig geworden, um eine Metallplatte im Fuß zu entfernen, die bereits im Viertelfinale der Klub-Weltmeisterschaft gegen Paris Saint-Germain eingesetzt worden war. Die Entscheidung für den Eingriff traf Musiala in Absprache mit Trainer Vincent Kompany, um eine mögliche Zwangspause in der Winterpause zu vermeiden.

Musiala war beim offiziellen Trainingsstart des FC Bayern nicht auf dem Platz. Er soll ab dem 31. Juli wieder individuell trainieren. Während die Mannschaft ins Trainingslager am Tegernsee und anschließend auf eine Asienreise nach Südkorea und Hongkong aufbricht, bleibt Musiala in München, um sein individuelles Reha-Programm an der Säbener Straße zu absolvieren. Das Ziel ist, dass er nach der Rückkehr der Mannschaft am 8. August schrittweise ins Mannschaftstraining integriert wird.

Als erstes großes Ziel für Musialas Comeback wird der DFL-Supercup am 22. August gegen Borussia Dortmund genannt. Eine Woche später, am 29. August, steht der Bundesliga-Auftakt gegen den VfB Stuttgart auf dem Programm. Matthäus betont, dass es für Musiala nun keine Ausreden mehr gebe, da die Konkurrenz im Team groß sei. Spieler wie Serge Gnabry, Harry Kane, Michael Olise und Lennart Karl können ebenfalls auf der Zehnerposition spielen.

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Neben Musiala fehlen auch Alphonso Davies und Ismael Saibari in der Vorbereitung. Davies zog sich bei der WM eine Oberschenkelverletzung zu, während Saibari sich früh im WM-Achtelfinale gegen Kanada ebenfalls am Oberschenkel verletzte. Beide bleiben vorerst in München.

Internationale Wettbewerbsfähigkeit und Transfergerüchte

Matthäus sieht den FC Bayern international konkurrenzfähig und geht davon aus, dass keiner der Schlüsselspieler den Verein im Sommer verlassen wird. Er ist überzeugt, dass Michael Olise beim FC Bayern bleibt. Die Münchner können unter Kompany erfolgreich zusammenarbeiten, da sich das Team kennt und Vertrauen zueinander besteht. Zudem wurden neue Optionen auf höchstem Niveau hinzugewonnen.

Im nationalen Wettbewerb sieht Matthäus die Bayern als klaren Favoriten. Für den Gewinn der Champions League sei jedoch auch das notwendige Quäntchen Glück erforderlich.

Ein weiteres Thema ist das Interesse von Borussia Dortmund an Said El Mala. Der 1. FC Köln fordert für den Spieler bis zu 50 Millionen Euro. Matthäus glaubt, dass eine Ablösesumme um die 40 Millionen Euro zumindest für Gespräche sorgen sollte. El Mala soll an einem Wechsel nach Dortmund interessiert sein, da das Spielen in der Champions League und um die oberen CL-Plätze attraktiver sei, als mit Köln das hintere Tabellendrittel zu vermeiden. Ein solcher Wechsel könnte ihm auch helfen, sich bei Neu-Bundestrainer Jürgen Klopp zu empfehlen.

Kimmichs Rolle im DFB-Team

Die Rolle von Joshua Kimmich im DFB-Team unter Jürgen Klopp wird ebenfalls beleuchtet. Rudi Völler erwartet unter Klopp keine großen Veränderungen auf der Kapitänsrolle. Matthäus lobt Kimmichs Einstellung und seine Führungsqualitäten, die er über Jahre beim FC Bayern München gezeigt hat. Er ist davon überzeugt, dass Klopp Kimmich nicht als rechten Verteidiger, sondern in der Zentrale einsetzen wird, da dort Führungsspieler benötigt werden.

Matthäus kritisiert, dass während der Weltmeisterschaft auf Kimmich im Zentrum verzichtet wurde, was zu einem Mangel an Führung im Team führte. Obwohl Kimmich bei der letzten Weltmeisterschaft nicht immer gut aussah, glaubt Matthäus, dass dies eher an seiner Position als an seiner Leistung lag. Für ihn gibt es keinen Grund, etwas an Kimmichs Kapitänsrolle zu ändern.

Source: sport.sky.de

Jonas Keller

Sportredakteur mit Schwerpunkt Fußball und internationale Wettbewerbe.