Die Gerüchte um eine mögliche Rückkehr von Jadon Sancho zu Borussia Dortmund halten sich weiterhin hartnäckig, doch neue Entwicklungen könnten eine unerwartete Wendung in der Karriere des ehemaligen BVB-Stars bedeuten. Sancho, der seit Anfang Juli vereinslos ist, nachdem sein Vertrag bei Manchester United auslief, könnte sich einem katarischen Spitzenklub anschließen.
Nach Informationen von „Footmercato“, die auch von „talkSPORT“ aufgegriffen wurden, hat der Al-Rayyan SC aus Katar dem englischen Offensivspieler ein Angebot unterbreitet. Da Sancho ablösefrei ist, könnte der Verein ihn ohne Transferkosten verpflichten. Dies könnte die Hoffnungen vieler BVB-Fans auf eine dritte Verpflichtung ihres früheren Publikumslieblings erheblich dämpfen.
Sancho-Zukunft: Katar oder Europa?
Ein Wechsel nach Katar würde für Sancho voraussichtlich finanzielle Vorteile mit sich bringen, auch wenn das sportliche Niveau unter dem der europäischen Top-Ligen liegt. Der Al-Rayyan SC ist zwar ein bekannter Klub in Katar und hat mit dem ehemaligen Premier League-Stürmer Aleksandar Mitrović einen prominenten Spieler im Kader, doch die Liga ist nicht mit den europäischen Wettbewerben vergleichbar. Sancho, der einst als eines der größten Offensivtalente Europas galt, konnte die hohen Erwartungen nach seinem Wechsel zu Manchester United im Jahr 2021 für 85 Millionen Euro nicht erfüllen. Auch Leihstationen beim BVB, dem FC Chelsea und Aston Villa brachten nicht die erhoffte Wende.
Derzeit prüft Sancho laut Berichten weiterhin seine Optionen in Europa und im Nahen Osten. Neben dem Al-Rayyan SC wurde zuletzt auch Atlético Madrid als weiterer Interessent genannt. Ein Wechsel zu Atlético Madrid könnte sportlich attraktiv sein, da der spanische Klub regelmäßig in der Champions League vertreten ist und große Ambitionen hat. Bislang gab es jedoch noch keine konkreten Verhandlungen mit Atlético Madrid, der Spieler steht aber auf deren Liste möglicher Verstärkungen für die Offensive.
BVB-Bedingungen und Spieler-Kommentare
Die Verantwortlichen von Borussia Dortmund schließen eine Verpflichtung von Sancho zwar nicht aus, wollen ihm aber auch keine falschen Hoffnungen machen. Laut Informationen wäre für eine Rückkehr zum BVB ein deutlicher Gehaltsverzicht nötig. Der BVB soll demnach maximal fünf Millionen Euro Jahresgehalt zahlen und auf einen leistungsbezogenen Vertrag bestehen. Ein Handgeld möchte der Bundesligist ebenfalls nicht zahlen. Sollte Sancho diese Bedingungen akzeptieren, wäre eine Rückkehr vorstellbar. Konkrete Gespräche mit dem Spieler oder seinem Umfeld sollen bislang nicht stattgefunden haben.
Die Gerüchte um eine Rückkehr Sanchos wurden zuletzt durch Kommentare von BVB-Spielern in den sozialen Medien befeuert. Unter einem aktuellen Instagram-Beitrag von Sancho, der ihn beim Training zeigte, hinterließ BVB-Keeper Gregor Kobel ein Emoji mit gekreuzten Fingern. Der frühere BVB-Kapitän Marco Reus, der mittlerweile bei LA Galaxy aktiv ist, postete ein Meme, das Sancho im schwarz-gelben Trikot zeigt. Diese Kommentare wurden von Fans als Hinweise auf die Transferspekulationen gedeutet.

Öffentliche Unterstützung für eine Rückkehr Sanchos gab es bereits mehrfach. Gregor Kobel äußerte sich im Frühjahr positiv über Sancho und bezeichnete ihn als „super Kerl“ mit „riesiger Qualität“. Marco Reus riet Sancho in einem Interview, dorthin zu gehen, wo er sich wohlfühle, und betonte, dass es gut wäre, wenn dies der BVB sei. Die Instagram-Kommentare passen somit zur öffentlichen Unterstützung der beiden Spieler.
Derzeit steht für die BVB-Bosse die Verpflichtung von Konstantinos Karetsas auf der Prioritätenliste an erster Stelle. Sollte der junge Zehner nach Dortmund wechseln, könnte sich der Blick anschließend auf die Verpflichtung eines Flügelspielers richten. Sancho könnte in diesem Zusammenhang in den Fokus geraten, jedoch werden die Verantwortlichen wohl zunächst andere Optionen prüfen. Sollte sich hier keine attraktive Lösung abzeichnen, wäre Sancho wohl eine Art Notlösung. Intern soll man sich jedoch einig sein, dass der 26-Jährige finanzielle Abstriche machen müsste. Ein Sancho-Transfer nach Dortmund würde, wenn überhaupt, voraussichtlich erst Ende August stattfinden.
Source: sportbild.bild.de
