Der SC Freiburg hat den Transfer von Johan Manzambi zu Aston Villa bestätigt. Dieser Wechsel stellt den teuersten Verkauf in der Vereinsgeschichte der Breisgauer dar. Das Gesamtpaket für den Schweizer Nationalspieler, bestehend aus Basisablöse und möglichen Boni, beläuft sich auf knapp 70 Millionen Euro.
Manzambi, ein 20-jähriger Mittelfeldspieler, wechselt damit zu einem Klub, der sowohl Europa League-Sieger als auch Champions League-Teilnehmer ist. Der Transfer wurde von beiden Vereinen am Freitag bestätigt und beendet intensive Verhandlungen der letzten Wochen.
Manzambis Entwicklung in Freiburg
Johan Manzambi kam im Januar 2023 vom Servette FC nach Freiburg. Seine anfängliche Zeit verbrachte er in der U19 und der zweiten Mannschaft des Vereins, wo er in der 3. Liga Spielpraxis sammelte. Sein Durchbruch bei den Profis erfolgte im Frühjahr 2025.
In der vergangenen Saison entwickelte sich Manzambi zu einem wichtigen Leistungsträger im Freiburger Mittelfeld. Er erzielte sieben Liga-Tore und bereitete sieben weitere Treffer vor. Seine Leistungen trugen maßgeblich zum Einzug ins Finale der Europa League bei, wo Freiburg jedoch gegen Aston Villa mit 0:3 verlor.
Sein Profidebüt in der Bundesliga gab Manzambi im September 2024 beim 3:0-Sieg des Sport-Clubs in Heidenheim. Im April 2025 erzielte er sein erstes Bundesligator in der 90. Minute beim 2:1-Auswärtssieg gegen Borussia Mönchengladbach. Insgesamt bestritt er 58 Pflichtspiele in der Bundesliga, der UEFA Europa League und im DFB-Pokal, in denen er neun Tore schoss und elf Treffer vorbereitete.
SC-Vorstand Jochen Saier äußerte sich in einer Vereinsmitteilung zum Transfer: „Der gemeinsame Weg von der U19 ins Europa League-Finale war sowohl für Johan als auch für uns besonders. Nach wirklich intensiven Gesprächen und Verhandlungen in den vergangenen Wochen profitieren beide Seiten von der gefundenen Lösung.“ Saier hob zudem hervor, dass Manzambis Leistungen im Freiburger Trikot außergewöhnlich gewesen seien und er das Spiel des Vereins mitgeprägt habe.
Internationaler Erfolg und verpasster Wechsel
Manzambi debütierte im Juni 2025 für die Schweizer A-Nationalmannschaft und lief seither 16 Mal für die „Nati“ auf. Bei der Weltmeisterschaft 2026 erzielte er drei seiner sechs Tore für die Eidgenossen. Während der WM-Endrunde fehlte der 20-Jährige seinen Teamkollegen im Achtelfinale gegen Kolumbien (4:3 im Elfmeterschießen) und beim Ausscheiden im Viertelfinale gegen Titelverteidiger Argentinien (1:3 nach Verlängerung) aufgrund einer Knieprellung.
Interessanterweise wäre der Schweizer Nationalspieler beinahe zu einem anderen Klub gewechselt. Berichten zufolge hatte sich Newcastle bereits mit Freiburg auf ein Gesamtpaket von 60 Millionen Euro geeinigt. Dieser Deal scheiterte jedoch, da Manzambi den „Magpies“ keine endgültige Zusage erteilte.
Der Wechsel zu Aston Villa übertrifft die bisherigen Rekordverkäufe des SC Freiburg deutlich. Zum Vergleich: Für Kevin Schade (Brentford) und Merlin Röhl (Everton) erhielt der Sport-Club jeweils rund 25 Millionen Euro. Manzambis Transfer markiert somit einen neuen Meilenstein in der Freiburger Vereinsgeschichte und unterstreicht seine bemerkenswerte Entwicklung vom U19-Spieler zum Rekord-Verkauf.
Der SC Freiburg bedankte sich bei allen, die Johan in seinen dreieinhalb Freiburger Jahren unterstützt und begleitet haben, und wünschte ihm alles Gute für seine Zukunft.
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Source: bild.de
