Vertragsverlängerung bis 2029
Konrad Laimer hat seinen Vertrag beim FC Bayern München verlängert. Der österreichische Nationalspieler, dessen ursprünglicher Vertrag am Ende der kommenden Saison ausgelaufen wäre, hat ein neues Arbeitspapier unterzeichnet, das ihn bis ins Jahr 2029 an den Verein bindet. Die Bestätigung der Vertragsverlängerung erfolgte am Montagabend durch den FC Bayern.
Max Eberl, Sportvorstand des FC Bayern, äußerte sich zur Vertragsverlängerung: „Wir freuen uns, dass Konny weiter seinen Weg beim FC Bayern geht. Verlässlichkeit auf Top-Niveau hat seinen Namen, und mit seinen Fähigkeiten und seinem Charakter ist er ein wichtiger Teil des Teams. Er ist ein Spieler, der andere mitreißt und motiviert, und das jeden einzelnen Tag.“
Auch Laimer selbst zeigte sich erfreut über die Einigung: „Für mich ist etwas sehr Besonderes, im Trikot des FC Bayern aufzulaufen. Ich habe schon oft betont, wie happy ich in München bin und dass es riesig Spaß macht, in dieser Mannschaft Fußball zu spielen.“ Er fügte hinzu, dass er dem Team auf vielen Positionen helfen könne und weiterhin jede einzelne Sekunde alles für den FC Bayern geben möchte. Laimer betonte, dass mit dieser Mannschaft immer alles möglich sei und er sich auf den Saisonstart freue.
Die Vertragsverhandlungen zogen sich über mehrere Monate hinweg. Im Mai hatte Eberl noch erklärt, dass es in den Gesprächen unterschiedliche Vorstellungen gab, betonte aber gleichzeitig, dass das Verhältnis intakt sei und kein böses Blut herrsche. Die Parteien mussten eine Brücke finden, um die Differenzen zu überwinden.
Laimers Rolle und Wertschätzung im Team
Konrad Laimer, der im Jahr 2023 ablösefrei von RB Leipzig nach München wechselte, hat sich beim FC Bayern als vielseitiger und zuverlässiger Spieler etabliert. Er kann sowohl als Außenverteidiger als auch im defensiven Mittelfeld als Sechser eingesetzt werden. Seine Einsatzbereitschaft und Laufstärke werden von Trainer Vincent Kompany und dem Verein geschätzt.
Der Verteidiger wird oft mit dem Begriff „Konstanz“ in Verbindung gebracht. In der vergangenen Saison war er ein gefragter Spieler, der in wichtigen Pflichtspielen stets auf dem Rasen stand, sofern er fit war. Obwohl Trainer Vincent Kompany in der Startelf rotierte, war Laimer fast immer gesetzt. Seine Qualitäten gehen über die Defensive hinaus; er hat sich auch im Spiel nach vorne verbessert und in der abgelaufenen Bundesliga-Saison neun Torvorlagen gesammelt.
Laimer ist bekannt für seine Qualitäten als „Mister Zuverlässig“ und fällt unter den Technikern des Teams durch andere Stärken auf. Er ist ein wichtiger Baustein des Doublesiegers. Seit seiner Ankunft im Sommer 2023 hat er sich in 136 Pflichtspielen zumeist fehlerfrei präsentiert. Seine Schuhe müssen robust sein, da er die Außenlinie über die volle Distanz beackert und stets zu den laufstärksten Spielern auf dem Rasen gehört.
Die Fans schätzen Laimer für seinen Kampfgeist und seine defensive Stabilität. Er hat sich nicht nur in der Defensive als sehr stabil erwiesen, sondern auch seine Fähigkeiten im Offensivspiel kontinuierlich weiterentwickelt. Diese Stärken soll „Konny“ nun bis 2029 weiterhin für die Bayern einbringen, um weitere Titel zu den bereits gewonnenen zwei Meisterschaften und einem Pokalsieg hinzuzufügen.
Hintergrund der Verhandlungen und Hoeneß‘ Beteiligung
Die Verhandlungen um die Vertragsverlängerung von Konrad Laimer waren von einem längeren Tauziehen geprägt, bei dem auch das Gehalt eine Rolle spielte. Berichten zufolge verdiente der Österreicher bisher zwischen 8 und 9 Millionen Euro pro Jahr. Mit der neuen Unterschrift sollen es nun inklusive Boni bis zu 12 Millionen Euro pro Jahr sein.
Ehrenpräsident Uli Hoeneß mischte sich ebenfalls in die Vertragsgespräche ein. Er äußerte sich öffentlich zu Laimers Wert für das Team und die Grenzen der Gehaltsforderungen. Hoeneß betonte, dass Laimer ein Spieler sei, den er sehr schätze und der extrem wichtig für die Mannschaft und die Außendarstellung des Vereins sei. Er arbeite unheimlich viel für das Team, sei aber „nicht Maradona“, und solche Spieler müssten akzeptieren, dass es Grenzen gebe.
Eine auffällige Szene ereignete sich beim Meister-Empfang am 18. Mai auf dem Marienplatz, wo Hoeneß im Münchner Rathaus mit Laimer plauderte und ihm ein paar warme Worte zukommen ließ. Laimer nahm Hoeneß den „Maradona-Spruch“ nicht übel und erklärte, dass es zwischen ihnen keinen Stress gebe und er den Ex-Präsidenten sehr schätze. Er sei generell entspannt bei solchen Sachen und niemand müsse sich entschuldigen.
Ende Mai soll Hoeneß laut einem Bericht erneut persönlich in den Vertragspoker eingeschaltet haben. In den Gesprächen mit Laimers Beratern soll der Klub-Patron die klaren finanziellen Grenzen des Rekordmeisters aufgezeigt haben. Diese Interventionen trugen offenbar zum erfolgreichen Abschluss der Verhandlungen bei, sodass Laimer vorerst in München bleibt und eine moderate Gehaltserhöhung erhält.
Die grundsätzliche Einigung über eine Vertragsverlängerung soll bereits vor der WM erzielt worden sein, die offizielle Unterschrift folgte am Montag.

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Source: bild.de
