Sturz und Folgen für Florian Lipowitz
Florian Lipowitz vom Team Red Bull – Bora – hansgrohe hat sich bei einem Sturz im Zeitfahren der 113. Tour de France einen Schlüsselbeinbruch zugezogen. Dieser Vorfall führte zum Ausscheiden des Fahrers aus dem Rennen. Der Teamchef von Lipowitz, Ralph Denk, äußerte sich kritisch über die Streckensicherung des Veranstalters nach dem Sturz seines Fahrers.
Der Sturz ereignete sich, als Lipowitz im Zeitfahren aussichtsreich unterwegs war. An der ersten Zwischenzeitnahme hatte er die fünftbeste Zeit und an der dritten lag er auf dem vierten Platz. Er befand sich nur drei Sekunden hinter Mattias Skjelmose und sieben Sekunden vor Paul Seixas sowie neun Sekunden vor Isaac Del Toro, seinen direkten Konkurrenten um einen Podiumsplatz. Kurz nach der letzten Zwischenzeitnahme kam es zu dem Sturz, der sein Ausscheiden aus der Tour de France zur Folge hatte.
Kritik an der Streckensicherung
Ralph Denk kritisierte die Absicherung der Strecke und sprach von Mängeln. Er betonte, dass an der Sicherung gespart worden sei und dass dies mit relativ wenig Aufwand besser hätte gemacht werden können. Denk hob hervor, dass das Fehlen von zwei Protagonisten, Lipowitz und Jonas Vingegaard, die beide nicht mehr um einen Podiumsplatz kämpfen können, nicht nur für die Teams, sondern auch für die Tour und den Sport insgesamt nachteilig sei. Er bezeichnete die Kurvensicherung als „Niveau Dorfjugendrennen“.
Obwohl Denk die Streckensicherung kritisierte, wiederholte er auch seine Einschätzung, dass Lipowitz in der Kurve zu schnell gewesen sei. Er sagte, dass sehr viel Geschwindigkeit im Spiel war, wahrscheinlich zu viel, und sah keinen anderen Schuldigen für den Sturz selbst. Dennoch merkte er an, dass eine verbesserte Absicherung möglicherweise schlimmere Folgen hätte verhindern können. Denk stellte die Frage, ob Lipowitz dieselbe Verletzung erlitten hätte, wenn die Absicherung professioneller gewesen wäre, insbesondere die Polsterung nach dem Gehsteig und deren Positionierung.

Auswirkungen des Ausfalls
Der Ausfall von Florian Lipowitz wird als schwerer Schlag für ihn und sein Team betrachtet. Mit ihm verliert das Team einen potenziellen Podiumsanwärter und einen wichtigen Helfer für Remco Evenepoel. Denk erwähnte auch, dass eine Möglichkeit zu ausführlicheren Streckenbesichtigungen sinnvoll gewesen wäre. Er meinte, dass mehr Trainingszeit auf dem Kurs zumindest nicht von Nachteil gewesen wäre, räumte aber ein, dass dies alles hypothetisch sei und man sich nun der aktuellen Situation stellen müsse.
Trotz des ernsten Vorfalls scherzte Denk bereits wieder über Lipowitz‘ Abfahrtszeiten im Zeitfahren, die gut und schneller als die von Paul Seixas gewesen seien. Denk sprach über den Auftritt von Lipowitz im Kampf gegen die Uhr in Chambéry.
Blick nach vorn
Die Operation von Florian Lipowitz wurde durchgeführt. Sein Teamchef Ralph Denk äußerte sich in Chambéry vor dem Start der 17. Etappe.
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Source: radsport-news.com
