Madrid feiert Weltmeister: Spanisches Team landet nach WM-Sieg

Madrid feiert Weltmeister: Spanisches Team landet nach WM-Sieg

Nach ihrem Triumph bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 ist die spanische Nationalmannschaft in Madrid gelandet. Der Siegerflieger, der den goldenen Pokal mit sich führte, traf am Montagnachmittag am Flughafen Madrid-Barajas ein. Zahlreiche Fans hatten sich bereits in den frühen Morgenstunden versammelt, um ihre Helden zu empfangen, darunter Ferran Torres, der das Siegtor erzielte, Lamine Yamal und Kapitän Rodri.

Die Ankunft markierte den Beginn eines ausgedehnten Feier-Marathons in der spanischen Hauptstadt. Behördenangaben zufolge wurden am Montag bis zu einer Million Menschen im Zentrum von Madrid erwartet. Für das Team von Trainer Luis de la Fuente stand zunächst ein Empfang im Königspalast La Zarzuela am Stadtrand von Madrid bei König Felipe VI. auf dem Programm. König Felipe VI. hatte das Finale im MetLife-Stadium in New Jersey persönlich verfolgt.

Feierlichkeiten und offizielle Empfänge

Im Anschluss an den Empfang beim König sollte die Mannschaft von Ministerpräsident Pedro Sánchez in dessen Regierungssitz begrüßt werden. Danach war eine große Feier am berühmten Cibeles-Brunnen geplant. Dort sollte es ab 18:00 Uhr Musik und eine Show geben, bevor der Bus mit der Mannschaft erwartet wurde, um die Feierlichkeiten fortzusetzen.

Die Feierlichkeiten wurden jedoch von einem tragischen Vorfall überschattet. Bei einer Siegesfeier in der westspanischen Gemeinde Ciudad Rodrigo kam ein 13-Jähriger ums Leben, als er von der zentralen Steinsäule eines Brunnens erschlagen wurde. Zwei weitere Personen wurden verletzt, als die Steinsäule umstürzte und auf Feiernde fiel, die sich im Wasser des Brunnens befanden.

Spaniens Rodri mit dem WM-Pokal, links daneben Trainer de la Fuente
Spaniens Rodri mit dem WM-Pokal, links daneben Trainer de la Fuente Credit: sportschau.de

Reaktionen und Weltrangliste

Durch den Erfolg im WM-Finale gegen Argentinien sicherte sich Spanien die Führung in der FIFA-Weltrangliste. Die neue Rangliste wurde am Tag nach dem Endspiel veröffentlicht. Argentinien, das den Spitzenplatz kurz vor Turnierbeginn übernommen hatte, rutschte auf den zweiten Rang ab. Frankreich belegt weiterhin den dritten Platz, gefolgt von England.

Den größten Sprung in der Rangliste machte Norwegen, das sich um zwölf Plätze auf Position 19 verbesserte. Dies gelang dem Team um Erling Haaland durch den Einzug ins Viertelfinale bei ihrer ersten Teilnahme seit 1998. Die DFB-Elf fiel nach dem Ausscheiden im Sechzehntelfinale aus den Top Ten und belegt nun Rang 12.

Falls Sie einen guten Verlierer suchen, tun Sie es nicht auf diesem Bild
Falls Sie einen guten Verlierer suchen, tun Sie es nicht auf diesem BildQuelle:REUTERS/Dylan Martinez Credit: welt.de

Kontroverse nach dem Finale

Nach dem Schlusspfiff des Finales kam es zu einer Auseinandersetzung zwischen Argentiniens Routinier Nicolas Otamendi und Spaniens Kapitän Rodri. Otamendi, der für seine harte Spielweise bekannt ist, konfrontierte Rodri mit Vorwürfen. Die beiden Spieler waren zuvor Teamkollegen bei Manchester City gewesen, und Rodri hatte versucht, Otamendi die Hand zu reichen.

Otamendi warf Rodri und Aymeric Laporte vor, die ganze Woche über gejammert und sich bei den Schiedsrichtern beschwert zu haben. Rodri, der zum besten Spieler der WM gekürt wurde, reagierte überrascht auf die Anschuldigungen auf dem Rasen des Finalstadions in East Rutherford. Vor dem Spiel hatte Rodri in einer Pressekonferenz geäußert, dass er von einem fairen Spiel Argentiniens ausgehe, aber im Falle von hitzigen Situationen diese ignorieren müssten. Laporte hatte ebenfalls angemerkt, dass sie in den letzten Spielen überraschende Dinge gesehen hätten, besonders bei Argentinien, das mit seinen Zweikämpfen viele kleine Botschaften sende.

Trainerwechsel in Belgien und Ringe für die Sieger

Unterdessen gab der belgische Verband bekannt, dass sich Belgien trotz des Viertelfinal-Einzugs bei der WM von Trainer Rudi Garcia getrennt hat. Garcias Vertrag, der bis Ende Juli gültig war, wird nicht verlängert. Garcia hatte das Amt Anfang 2025 übernommen und das Team um Kevin De Bruyne und Romelu Lukaku ins Viertelfinale geführt, wo sie mit 1:2 gegen den späteren Weltmeister Spanien ausschieden. Berichten zufolge ist der frühere Bayern-Star Mark van Bommel ein Favorit für die Nachfolge.

Erstmals erhielten die neuen Weltmeister nach dem Vorbild großer US-Profiligen einen Championship-Ring als Auszeichnung. FIFA-Präsident Gianni Infantino veröffentlichte ein Video, das zeigt, wie er den spanischen Turniersiegern in der Kabine provisorische Ringe und Miniatur-Ausgaben des WM-Pokals überreichte. Insgesamt sollen 2026 nummerierte Weltmeisterringe angefertigt werden, 30 davon für die tatsächlichen Weltmeister, die restlichen für Fans weltweit. Die individuellen Ringe für die Siegermannschaft sollen zu einem späteren Zeitpunkt offiziell überreicht werden.

Englands Kapitän Harry Kane verteidigte nach dem Gewinn der WM-Bronzemedaille seinen Trainer Thomas Tuchel. Kane bezeichnete Tuchel als einen „fantastischen Trainer“ und betonte dessen Begeisterung, Emotion und taktische Erfahrung. Tuchels Vertrag läuft bis nach der Heim-EM 2028.

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Source: sportschau.de

Jonas Keller

Sportredakteur mit Schwerpunkt Fußball und internationale Wettbewerbe.