Teamchef Denk bewertet die Leistung positiv
Nach der anspruchsvollen 14. Etappe nach Le Markstein in den Vogesen äußerte sich Teamchef Ralph Denk von der deutschen Mannschaft Red Bull-Bora-hansgrohe zur aktuellen Situation seiner Fahrer Florian Lipowitz und Remco Evenepoel. Trotz eines Zeitverlustes in der Gesamtwertung zeigte sich Denk gelassen. Er betonte im teameigenen Podcast, dass das Team weiterhin „voll auf Kurs“ sei und es keine schlechte Stimmung in der Mannschaft gebe. Die verlorenen Sekunden seien kein Weltuntergang, und der Fokus liege nun auf den kommenden Tagen.
Denk wies darauf hin, dass noch ein Zeitfahren und die Alpenetappen bevorstehen, wo es um Minuten und nicht um Sekunden gehen werde. Er hob hervor, dass beide Fahrer im Rennen seien und einen „großartigen Fight“ geliefert hätten. Diese Einschätzung erfolgte, nachdem das Red Bull-Duo im Kampf um die verbleibenden Podiumsplätze gegenüber den meisten Rivalen das Nachsehen hatte, während Tadej Pogacar seinen vierten Etappensieg einfuhr und seine Führung in der Gesamtwertung ausbaute.
Lipowitz selbst, der am ARD-Mikrofon sprach, bezeichnete den Sonntag als einen erneut „harten Tag“ und äußerte die Hoffnung, sich bis dahin erholen zu können. Er schaue von Tag zu Tag, wie es laufe.
Entwicklungen auf der 14. Etappe
Die 14. Etappe durch die Vogesen sah Tadej Pogacar erneut als dominanten Fahrer, der nicht nur den Tagessieg für sich beanspruchte, sondern auch seinem Teamkollegen Isaac Del Toro zu einem Podiumsplatz verhalf. Während das Team UAE Emirates-XRG die Tour de France dominierte, mussten Florian Lipowitz und Remco Evenepoel einen Rückschlag hinnehmen. Experte Robert Bengsch lobte die taktische Überlegenheit von UAE und verglich ihre Leistung mit einem „Computerspiel“.
Lipowitz hatte vor der Etappe im Eurosport-Interview geäußert, dass man nach diesem Tag mehr über die Position seines Teams im Kampf um die Podiumsplätze wissen würde. Nach dem ersten Teil des Kletter-Doppelpacks am dritten Tour-Wochenende zeigte sich, dass keiner der beiden Kapitäne von Red Bull-Bora-hansgrohe ein Zeichen der Stärke setzen konnte. Evenepoel fiel am letzten Anstieg früh aus der Favoritengruppe zurück, und Lipowitz konnte im Finale das Hinterrad von Jonas Vingegaard und Paul Seixas nicht halten. Der Deutsche räumte ein, dass „am Ende leider die Beine nicht ganz gereicht“ hätten.
Trotz des Zeitverlustes auf Del Toro und Seixas, der über zehn Sekunden betrug, zeigten Lipowitz und Evenepoel eine gute Zusammenarbeit. Evenepoel berichtete im Interview mit „Sporza“, dass er Lipowitz zur Zusammenarbeit aufgefordert hatte, als er zu ihm aufschloss, und dass dies gut funktioniert habe. Diese Kooperation ermöglichte es ihnen, auf dem kurzen Flachstück ins Ziel noch einmal zusammenzufinden.
Ausblick auf die kommenden Etappen und Gesamtwertung
Vor der 15. Etappe am Sonntag zum Plateau de Solaison sind laut Ralph Denk noch sechs Fahrer im Rennen um die Plätze zwei und drei. Jonas Vingegaard liegt auf dem zweiten Platz, während Isaac Del Toro auf dem siebten Platz nur 1:20 Minuten hinter dem Dänen liegt. Evenepoel belegt den dritten Platz, und Lipowitz liegt auf dem sechsten Platz in Schlagdistanz zum Podium. Evenepoel äußerte sich zuversichtlich bezüglich der 15. Etappe, die einen anderen Charakter habe und einen langen Anstieg mit konstanter Steigung biete, der ihm entgegenkommen sollte. Er habe den Anstieg bereits mehrmals besichtigt.
Ein Vorteil für Evenepoel könnte das Zeitfahren nach dem Ruhetag sein, das ihm im Vergleich zu seinen direkten Konkurrenten zugutekommen könnte. Er kündigte an, am Dienstag versuchen zu wollen, so viel Zeit wie möglich zurückzugewinnen und den Etappensieg anzustreben, falls er am Sonntag keine Zeit verliere. Lipowitz zeigte sich weiterhin sicher in seiner Bergform und betonte die starke Teamleistung, auch wenn die Beine nicht ausreichten, um Seixas zu folgen. Er schloss mit den Worten, dass sie stolz auf ihre Fahrt sein könnten und morgen weitersehen würden.
Das Team Red Bull-Bora-hansgrohe strebt weiterhin das Podium mit beiden Fahrern an. Maxim Van Gils, ein Teamkollege, betonte gegenüber „Sporza“, dass die dritte Woche die härteste sei und noch ein Zeitfahren anstehe, das beiden Fahrern liege. Er ist der Meinung, dass es am Ende auf Minuten ankommen wird und die verlorenen Sekunden weniger ins Gewicht fallen werden. Evenepoel blickte ebenfalls auf die Alpenetappen nach dem Zeitfahren, die längere und weniger explosive Anstiege bieten. Er zeigte sich zufrieden mit seinem dritten Platz in der Gesamtwertung.
Die 14. Etappe war auch ein großes Fan-Fest, insbesondere in den Vogesen nahe der deutschen Grenze. Fahrer wie Felix Großschartner und Tadej Pogacar zeigten sich beeindruckt von der Unterstützung der Zuschauer. Lipowitz bedankte sich ebenfalls bei den Fans und erwähnte, dass er seinen Namen die ganze Zeit gehört habe.
Das Team Red Bull-Bora-hansgrohe ist auch nach den Vogesenetappen zuversichtlich, das Blatt in der dritten Woche noch wenden zu können.
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Source: sport1.de
