Spanien sichert sich den Weltmeistertitel
Spanien hat sich im Finale der Weltmeisterschaft 2026 gegen Argentinien durchgesetzt und den Titel gewonnen. Das Endspiel, das in New Jersey ausgetragen wurde, endete nach Verlängerung mit einem 1:0 für die Europäer. Der Siegtreffer fiel in der 106. Minute.
Der eingewechselte Ferran Torres erzielte das entscheidende Tor und sorgte damit für Jubel bei den spanischen Fans und Trauer bei Lionel Messi und seinen argentinischen Teamkollegen. Für Spanien ist dies der zweite WM-Titel in ihrer Geschichte.
Das entscheidende Tor und die Reaktionen
In der 106. Minute bereitete Pedro Porro den Treffer vor, indem er eine Flanke von der rechten Strafraumecke an den langen Pfosten spielte. Dort legte Williams den Ball auf Ferran Torres zurück, der am Fünfmeterraum stand und den Ball wuchtig unter die Latte schoss. Dieser Treffer besiegelte den 1:0-Sieg für Spanien.
Ferran Torres äußerte sich nach dem Spiel über die Schwierigkeit des Finales: „Es war nicht einfach, wir haben alles Mögliche getan. Endspiele sind immer schwierig. Gegen Messi bist du immer nervös. Aber wir haben an uns geglaubt, wussten, dass wir uns durchsetzen können, und es hat geklappt. Ein fantastisches Gefühl.“
Der spanische Trainer Luis de la Fuente zeigte sich stolz auf sein Team: „Ich bin stolz auf diese Mannschaft, stolz auf diese Fußballer-Generation, die sich mit dieser Spielweise durchgesetzt hat. Wir sind eine Familie, wir haben gezeigt, was wir für eine tolle Mannschaft sind.“
Ein Duell der Generationen und die Halbzeitshow
Das Finale war auch ein Duell der Generationen, bei dem der spanische Superstar Lamine Yamal (19) auf den 20 Jahre älteren Lionel Messi traf. Eine interessante Vorgeschichte verbindet die beiden Spieler: Im Jahr 2007 posierte der damals 20-jährige Messi mit dem fünf Monate alten Yamal für einen UNICEF-Kalender. 19 Jahre später besiegte Yamal sein Idol und entthronte den amtierenden Weltmeister.
Die Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko war in vielerlei Hinsicht ein Großereignis. Die Organisatoren verzeichneten 39 Turniertage, 104 Spiele und 6,7 Millionen Fans in den Stadien. Das Finale wurde von einer aufwendigen Halbzeitshow begleitet, die erstmals in einem WM-Endspiel stattfand.
Die Halbzeitshow dauerte 27 Minuten und 23 Sekunden, was 12 Minuten länger war als bei einem „normalen“ Fußballspiel. Künstler wie Madonna, die von Ronaldo und Ronaldinho zum Spielfeld gefahren wurde, die K-Pop-Band BTS, Justin Bieber und Shakira traten auf. Die Abschlusszeremonie begann bereits über eine Stunde vor Anpfiff mit 45 Trommlern und musikalischen Einlagen von IShowSpeed, Post Malone und Swae Lee. Jennifer Hudson sang die US-Hymne um 20:45 Uhr.
US-Präsident Donald Trump verfolgte das Spektakel zusammen mit seiner Frau Melania und FIFA-Präsident Gianni Infantino von der Tribüne aus. Auch das spanische Königspaar war anwesend. Weitere Auftritte gab es von Nicole Scherzinger, Robbie Williams und Laura Pausini, gefolgt von einer kurzen Rede des Schauspielers Tom Cruise.
Spielverlauf und taktische Aspekte
Das Spiel selbst begann um 21:06 Uhr, doch das Spektakel abseits des Rasens spiegelte sich zunächst nicht auf dem Feld wider. Die erste Halbzeit des Finales verzeichnete die wenigsten Torschüsse im gesamten Turnier. Argentinien hatte fast 120 Minuten lang keinen einzigen Torschuss. Spanien kontrollierte Ball und Gegner, konnte daraus jedoch zunächst keinen Profit schlagen.
In der Nachspielzeit der regulären Spielzeit erhielt Argentiniens Enzo Fernández eine Gelb-Rote Karte, wodurch Spanien in Überzahl agierte. Diese Überzahl nutzten die Spanier in der Verlängerung, um den entscheidenden Treffer zu erzielen und den WM-Titel zu gewinnen.
Die Aufstellungen für das Finale zeigten, dass Spaniens Trainer Luis de la Fuente auf dieselbe Startelf setzte wie in den Halbfinal- und Viertelfinalspielen. Bei Argentinien gab es eine Überraschung: Nicolás González rückte für Paredes in die Startelf, nachdem er im Halbfinale überzeugt hatte.
Die Wetterbedingungen in East Rutherford vor den Toren New Yorks waren optimal für das Finale, mit Temperaturen bis zu 27 Grad und strahlendem Sonnenschein. Trotz früherer Bedenken wegen Rauchschwaden aus Kanada, die New York erreicht hatten, konnte das Spiel wie geplant stattfinden.
In Madrid stieg die Spannung Stunden vor dem Finale. Fans versammelten sich in Trikots und mit Fahnen auf Plätzen und in Bars. Einzelhändler wie El Corte Inglés, Carrefour, Leroy Merlin und Ikea schlossen ihre Filialen früher, damit die Mitarbeiter das Spiel verfolgen konnten.
Der ehemalige spanische Nationalspieler Joan Capdevila, der 2010 mit Spanien den WM-Titel gewann, schaffte es nach anfänglichen Einreiseproblemen doch noch zum Finale in die USA. Er hatte sich zuvor an Donald Trump gewandt, da ihm die elektronische Reisegenehmigung ESTA verweigert worden war. Die Gründe für die spätere Genehmigung blieben unklar.
Jürgen Klinsmann, ehemaliger Bundestrainer, zog ein positives Fazit der Weltmeisterschaft und sprach von einem „faszinierenden Turnier“. Er lobte die Begeisterung der Fans und die Atmosphäre in den Stadien und auf den Fanfesten in Amerika, Mexiko und Kanada.
Die FIFA rechnete mit deutlich höheren Einnahmen als erwartet. Berichten zufolge ging der Weltverband von Rekordeinnahmen von 15 Milliarden Dollar für das Turnier aus, ursprünglich waren 11 Milliarden Dollar prognostiziert worden. FIFA-Präsident Gianni Infantino sollte über das Ergebnis informieren.
Vor dem Finale gab es auch ein Duell um den Goldenen Schuh zwischen Lionel Messi und Kylian Mbappé. Mbappé hatte im Spiel um Platz drei gegen England seine Turniertreffer neun und zehn erzielt. Messi stand bei acht Toren, und bei Gleichstand zählten die Assists, bei denen der Argentinier mit 4:3 vorne lag. Zwei Tore von Messi im Finale hätten für die Trophäe gereicht.
Mario Götze blickte vor dem Finale auf einen besonderen Moment mit Lionel Messi zurück, als er ihn nach dem WM-Triumph 2014 um ein Foto gebeten hatte. Götze äußerte sich beeindruckt von Messis anhaltender Leistung im Alter von 39 Jahren und bezeichnete ihn als „einzigartig“.
Read Also
Source: bild.de
