Spanien gewinnt Weltmeisterschaft 2026 nach Verlängerung gegen Argentinien

Spanien gewinnt Weltmeisterschaft 2026 nach Verlängerung gegen Argentinien

Spanien hat sich in New York/New Jersey den Titel des Weltmeisters 2026 gesichert. In einem Finale, das über weite Strecken von taktischen Aspekten geprägt war, setzte sich die „Selección“ mit 1:0 nach Verlängerung gegen Argentinien durch. Das entscheidende Tor erzielte Ferran Torres in der 106. Minute.

Mit diesem Sieg entthront Spanien die Argentinier, die Weltmeister von 2022 waren. Das Spiel war von intensiven Zweikämpfen und zahlreichen Fehlpässen gekennzeichnet, wobei Spanien über weite Strecken den Ballbesitz dominierte, sich jedoch lange Zeit schwertat, klare Torchancen zu kreieren.

Spielverlauf und entscheidende Momente

Die erste Halbzeit des Finales endete torlos. Spanien hatte zwar die Spielkontrolle, konnte daraus aber kein Kapital schlagen. Argentinien agierte in den ersten 45 Minuten passiv und verzeichnete keine Torschüsse. Dies führte zu einem Negativrekord bei der WM 2026 mit nur drei Torschüssen insgesamt in der ersten Hälfte.

Nach einer ausgedehnten Halbzeitshow mit internationalen Künstlern wie Madonna, Justin Bieber und Shakira ging es in die zweite Hälfte. Spanien erhöhte den Druck, scheiterte aber immer wieder am argentinischen Torhüter Emiliano Martínez. Dieser zeigte mehrere Paraden, unter anderem gegen Schüsse von Dani Olmo, Pedri, Mikel Merino und Aymeric Laporte.

Kurz vor Ende der regulären Spielzeit erhielt der argentinische Spieler Enzo Fernández in der 90.+3 Minute eine Gelb-Rote Karte, nachdem er Pau Cubarsi im Mittelfeld gefoult hatte. Schiedsrichter Slavko Vincic aus Slowenien zeigte die Karte zurecht. Auch in der Nachspielzeit der regulären Spielzeit vereitelte Martínez eine große Freistoßchance von Lamine Yamal.

In der Verlängerung schien Spanien zunächst in Führung zu gehen, als Nico Williams in der 96. Minute traf. Der Treffer wurde jedoch wegen eines vorangegangenen Foulspiels von Mikel Merino an Nicolas Otamendi annulliert. Martínez zeigte auch in dieser Phase eine Glanzparade bei einem Kopfball von Williams.

Der erlösende Treffer für Spanien fiel schließlich in der 106. Minute. Nach einer Flanke von Pedro Porro und einer Ablage von Nico Williams traf Ferran Torres aus fünf Metern wuchtig unter die Latte. Ein weiterer Treffer von Torres wurde später wegen Abseits zurückgenommen.

Ferran Tores bejubelt sein Tor für Spanien im WM-Finale gegen Argentinien
Ferran Tores bejubelt sein Tor für Spanien im WM-Finale gegen Argentinien Credit: sportschau.de

Reaktionen und Auszeichnungen

Spaniens Trainer Luis de la Fuente äußerte sich stolz über seine Mannschaft: „Ich bin stolz auf diese Mannschaft, diese Fußball-Generation und das, was wir geleistet haben. Das Finale war ein positives Beispiel für Teamarbeit.“ Torschütze Ferran Torres fügte hinzu: „Du bist immer nervös, wenn du gegen Messi spielst, aber wir haben immer an uns geglaubt.“

Argentiniens Trainer Lionel Scaloni erkannte die Überlegenheit des Gegners an: „Spanien war heute überlegen. Es war ein enges Spiel, aber eine gerechte Niederlage.“ Lionel Messi, der 39-Jährige, blieb im Finale ohne entscheidenden Einfluss auf das Spielgeschehen und wirkte über weite Strecken teilnahmslos.

Der Goldene Schuh des Turniers ging an Kylian Mbappé aus Frankreich, der sein Torekonto im Spiel um Platz drei gegen England auf zehn Treffer aufstockte. Messi belegte mit acht Treffern den zweiten Platz in der Torschützenliste der WM 2026. Mbappé überholte Messi auch in der ewigen WM-Torjägerliste und steht nun bei 22 WM-Treffern, während Messi 21 Tore erzielt hat.

Finanzielle Aspekte des Turniers

Neben dem sportlichen Titel ging es im Finale auch um ein Rekord-Preisgeld. Spanien erhält als Sieger eine Prämie von 50 Millionen US-Dollar. Der unterlegene Finalist Argentinien erhält vom Weltverband FIFA 33 Millionen US-Dollar.

Das Finale war der Höhepunkt der Fußball-Weltmeisterschaft 2026, die nach insgesamt 104 Spielen in 16 verschiedenen Stadien in Kanada, Mexiko und den USA ausgetragen wurde. Das ZDF übertrug das Endspiel am 19. Juli mit einer Vorberichterstattung ab 19:30 Uhr.

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Source: sportschau.de

Jonas Keller

Sportredakteur mit Schwerpunkt Fußball und internationale Wettbewerbe.