WM-Halbfinale: Bellingham schlägt argentinischen Spieler nach Abpfiff

WM-Halbfinale: Bellingham schlägt argentinischen Spieler nach Abpfiff

Emotionen kochen nach WM-Halbfinale hoch

Nach dem Halbfinal-Drama der Weltmeisterschaft 2026 zwischen England und Argentinien, das England mit 1:2 verlor, kam es zu hitzigen Szenen auf dem Spielfeld. Die Enttäuschung über das geplatzte Finaltraum nach zwei späten Gegentoren führte zu hochkochenden Emotionen bei den englischen Spielern.

Besonders im Fokus stand Jude Bellingham, der sich nach dem Abpfiff dem argentinischen Ersatzspieler Valentín Barco von hinten näherte und ihm mit der rechten Hand einen Schlag auf den Hinterkopf versetzte. Barco zeigte sich sichtlich überrascht, drehte sich um und revanchierte sich mit einem leichten Schubser.

Ein möglicher Auslöser für Bellinghams Reaktion könnte eine Provokation von Barco gewesen sein. Nach dem Ausgleichstreffer von Enzo Fernández in der 85. Minute soll Barco zur englischen Bank gegangen sein und dort provokativ gefeiert haben. Diese Geste scheint Bellingham nicht vergessen zu haben.

Rudelbildung und mögliche Konsequenzen

Direkt nach dem Schlusspfiff des Halbfinal-Spiels kam es zu einer Rudelbildung, an der mehrere Spieler beider Nationen beteiligt waren. Inmitten dieser Auseinandersetzung stieß der Torschütze des 2:1-Siegtreffers, Lautaro Martínez, den englischen Spieler Rogers. Schiedsrichter Ismail Elfath griff ein und trennte die Kontrahenten mit Hilfe seiner Assistenten.

Die Szene zwischen Bellingham und Barco wurde vom Schiedsrichtergespann während des Spiels nicht geahndet. Da die TV-Bilder die Tätlichkeit jedoch kurz zeigten, könnten die Kontrollorgane der FIFA nachträglich eingreifen. Eine mögliche Sperre für Bellingham könnte zur Folge haben, dass er das Spiel um Platz drei gegen Frankreich verpassen würde.

Während sich die Spieler auf dem Feld stritten, feierte Superstar Lionel Messi den Finaleinzug seiner Mannschaft. Er reckte beide Fäuste in unmittelbarer Nähe der Rudelbildung in den Himmel. Für Messi und seine Teamkollegen steht nun am Sonntag das Finale gegen Spanien an, in dem sie um den zweiten Titel in Folge kämpfen.

Englands Traum vom Titel verschoben

Das Spiel, das in Atlanta vor 68.239 Fans stattfand, sah England zunächst durch ein Tor von Anthony Gordon in der 55. Minute in Führung gehen. Doch Argentinien drehte die Partie durch Tore von Enzo Fernández (85. Minute) und Lautaro Martínez (90.+2 Minute), was zu argentinischer Ekstase führte.

Die englischen Spieler hatten sich im Laufe des hitzigen Spiels an die harte Gangart ihrer südamerikanischen Gegner angepasst und keine Zweikämpfe oder Diskussionen gescheut. Der Schiedsrichter pflegte lange Zeit eine lockere Linie, was die Nickligkeiten auf dem Feld nicht minderte.

Dieses sechste WM-Duell zwischen den beiden Nationen war von Beginn an von einer besonderen Atmosphäre geprägt. Englische Elemente wie ein eingeblendeter David Beckham oder abgespielter Britpop wurden von den in der Überzahl befindlichen argentinischen Fans gnadenlos ausgepfiffen. Nach dem Spiel herrschte bei zehntausenden argentinischen Fans auf den Tribünen purer Freudentaumel, während England und Trainer Thomas Tuchel vier weitere Jahre auf einen zweiten Titel nach 1966 warten müssen.

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Source: bild.de

Jonas Keller

Sportredakteur mit Schwerpunkt Fußball und internationale Wettbewerbe.