Wimbledon-Finale: Zverev verletzt sich am Knie

Wimbledon-Finale: Zverev verletzt sich am Knie

Zverevs Verletzung im Wimbledon-Finale

Im Finale von Wimbledon hat sich Alexander Zverev bei einem Sturz das rechte Knie überdehnt. Dies geschah während des Endspiels auf dem Rasen des Centre Courts gegen Jannik Sinner. Zverev rutschte im dritten Satz aus und überstreckte dabei sein Knie. Nach dem Vorfall lag der Hamburger mit schmerzverzerrtem Gesicht auf dem Boden, bevor Sinner ihm aufhalf. Trotz der Verletzung konnte Zverev die Partie fortsetzen, obwohl sein Spiel leicht beeinträchtigt war.

Zverev beschrieb, dass sein Knie nach dem Sturz etwas angeschwollen sei, er aber weiterhin normal gehen könne. Er äußerte, dass er Schwierigkeiten hatte, sich beim Aufschlag richtig abzustoßen, was die Geschwindigkeit seines Services beeinträchtigte. Abgesehen davon habe er sich jedoch gut von der Grundlinie aus bewegt und dort gut gespielt. Die Partie endete mit einer Niederlage für Zverev gegen den Titelverteidiger Sinner.

Es ist nicht das erste Mal, dass Zverev sich in Wimbledon am Knie verletzt. Vor zwei Jahren hatte er sich ebenfalls am Knie verletzt, wobei er sich damals den Knochen angebrochen hatte. Diesmal glaubt er jedoch nicht, dass die Verletzung so schwerwiegend ist. Er vermutet, dass er das Knie erneut zu stark in die Extension gebracht hat, was möglicherweise zu einem Knochen-an-Knochen-Prall führte, aber er geht nicht von einem Bruch aus.

Reaktionen und Sportsgeist

Die internationale Presse würdigte die Leistung beider Finalisten, obwohl Zverev seinen zweiten Grand-Slam-Titel verpasste. Die Gazzetta dello Sport aus Italien hob hervor, dass Zverev selten so nah am Sieg und so gefährlich gewesen sei. The Telegraph aus Großbritannien sprach von einem „schweren Geschütz“, das in Wimbledon aufgefahren wurde, als die Nummer eins der Welt, Jannik Sinner, seinen Titel erfolgreich verteidigte.

Ein besonderer Moment des Sportsgeistes ereignete sich, als Sinner zu Zverev ging, um sich nach dessen Sturz zu erkundigen und ihm aufzuhelfen. Diese Geste fand in einem entscheidenden Moment des dritten Satzes statt, als die Partie noch völlig offen war. Die beiden Spieler, die sich gut verstehen und bereits zum 15. Mal gegeneinander antraten, zeigten damit eine bemerkenswerte Kameradschaft.

Umarmung nach dem letzten Ballwechsel: Zverev und Jannik Sinner.
Umarmung nach dem letzten Ballwechsel: Zverev und Jannik Sinner. (Quelle: Andrew Couldridge Credit: t-online.de

Die Szene erinnerte an einen ähnlichen Vorfall vor vier Jahren, als Rafael Nadal Zverev im Halbfinale der French Open nach einem Sturz beistand. Damals hatte sich Zverev sieben Bänder gerissen und zwei Knochen gebrochen, was ihn für ein halbes Jahr außer Gefecht setzte und anderthalb Jahre dauerte, bis er wieder vollständig fit war. Im Gegensatz dazu scheint die aktuelle Verletzung weniger gravierend zu sein.

Zverevs Leistung und Sinners Sieg

Trotz der Verletzung und der Niederlage gegen Sinner, der seinen Titel verteidigte, wurde Zverevs Leistung von der internationalen Presse als sehr stark eingeschätzt. Le Parisien aus Frankreich bemerkte, dass Zverev seit seinem ersten Major-Titel bei den French Open im vergangenen Juni „wie verwandelt“ wirke. Die Gazzetta dello Sport betonte, dass Zverev nun ein Grand-Slam-Champion sei und selbstbewusster wirke, auch wenn es für den Sieg in Wimbledon nicht reichte.

Jannik Sinner gewann das Finale in vier Sätzen. Die Presse lobte Sinners „legendären Triumph“ und seine „Aufholjagd“ gegen Zverev. Mundo Deportivo aus Spanien hob hervor, dass Sinner nach seinem Sieg über Zverev zum zehnten Profi wurde, der seinen Titel in Wimbledon verteidigte. Der Italiener feierte seinen fünften Grand-Slam-Titel mit diesem Sieg.

Die Begegnung zwischen Zverev und Sinner war das 15. Aufeinandertreffen der beiden Spieler. Sinner konnte mit diesem Sieg seinen zehnten Erfolg in Serie gegen Zverev feiern und gewann zum elften Mal insgesamt gegen den Deutschen.

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Source: n-tv.de

Jonas Keller

Sportredakteur mit Schwerpunkt Fußball und internationale Wettbewerbe.