Am 1. Mai 2026 fallen die Strompreise in Deutschland auf Rekordtiefstwerte, was zu negativen Endkundenpreisen führt. Die Börsenstrompreise erreichen einen Tiefststand von minus 499,99 Euro je MWh, was einem Preis von minus 50 Cent je kWh entspricht.
Im gesamten April lagen die Strompreise mehr als 120 Stunden im Minus. Während dieser Zeit variierte die Preisspanne im Tagesverlauf zwischen 732,98 Euro je MWh und 73,29 Cent je kWh.
Der Strombedarf in Deutschland fiel an diesem Tag unter 40 Gigawatt, während die Stromerzeugung über 60 Gigawatt betrug. Diese Diskrepanz zwischen Angebot und Nachfrage führte zu den drastisch gesunkenen Preisen.
Aktuelle Preise:
- Flexible Tarife erreichen heute einen Rekord-Tiefstwert von um die -40 Cent pro kWh.
- In Freising liegt der Endkunden-Strompreis im Dynamic-Pulse-Tarif bei -42 Cent pro kWh.
- Von 12:45 bis 14:45 Uhr betrug der Börsenpreis -49,9 Cent pro kWh.
Lion Hirth kommentierte die Situation am Markt: „Wenn ihr etwas Gutes für die Versorgungssicherheit und die Energiewende (und dem Bundeshaushalt) tun wollt, dann schaltet morgen eure PV-Anlage ab.“ Dies verdeutlicht die Herausforderungen, vor denen der Strommarkt steht.
Die installierte Leistung aller Solaranlagen in Deutschland beträgt gut 120 Gigawatt. Der Markt hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten erheblich verändert, da erneuerbare Energiequellen mit garantierten Abnahmepreisen ans Netz gingen. Experten warnen jedoch, dass diese aktuelle Situation am Strommarkt eine kritische Stufe erreicht hat.
