Dortmunds Transferstrategie und das Angebot für El Mala
Borussia Dortmund verfolgt weiterhin die Verpflichtung von Said El Mala, einem 19-jährigen Offensivspieler des 1. FC Köln. Die Dortmunder haben ein offizielles Angebot für den Spieler unterbreitet. Dieses Angebot umfasst eine Sofort-Ablösesumme von 34 Millionen Euro, ergänzt durch mögliche Bonuszahlungen von 10 Millionen Euro. Die Kölner Verantwortlichen fordern jedoch ein Gesamtpaket von 50 Millionen Euro für ihren Leistungsträger.
Sportdirektor Ole Book bleibt in Dortmund, um mögliche Transferverhandlungen voranzutreiben, während Sport-Boss Lars Ricken mit der Mannschaft auf einer Asienreise ist. Die sportliche Leitung des BVB, zu der auch Geschäftsführer Carsten Cramer gehört, traf die Entscheidung, Book in Dortmund zu belassen, um die Kaderplanung intensiv fortzusetzen.
Finanzielle Spielräume und weitere Personalien
Die finanziellen Möglichkeiten des BVB haben sich in jüngster Zeit erweitert. Dies ist unter anderem auf die Transfers von Cole Campbell für sieben Millionen Euro, Julien Duranville für 8,5 Millionen Euro und Kjell Wätjen für vier Millionen Euro zurückzuführen. Zudem plant der Verein intern mit bis zu sieben Millionen Euro aus einem möglichen Transfer von Diant Ramaj, der nicht mit nach Asien gereist ist und Angebote prüft.
Ein weiterer potenzieller Verkauf ist der von Yan Couto, obwohl sich ein Wechsel des Brasilianers zu Como 1907 Como vorerst zerschlagen hat. Es gibt jedoch weitere Interessenten für den 24-Jährigen. Im Falle eines Abgangs von Couto müsste der BVB allerdings auch auf der Rechtsverteidiger-Position nachlegen. Zusätzlich tragen Gehaltseinsparungen durch die Abgänge der Top-Verdiener Niklas Süle und Julian Brandt sowie generelle Einsparungen innerhalb des Vereins zu einem größeren Handlungsspielraum bei.
Verhandlungen und die Position des 1. FC Köln
Die Verhandlungen um Said El Mala gestalten sich als Geduldsspiel. Der 1. FC Köln hat das Dortmunder Angebot als zu niedrig abgelehnt und verweist auf eine frühere Offerte eines Premier-League-Klubs, Brentford, die sich auf rund 50 Millionen Euro belaufen haben soll. Die Kölner Verantwortlichen haben ihren Unmut über die Medien kommuniziert und deutlich gemacht, dass sie El Mala nur bei einem Angebot von mindestens 50 Millionen Euro abgeben werden.
Trotz der Ablehnung des ersten Angebots sieht Said El Mala seine Zukunft nicht in England, sondern bevorzugt einen Verbleib in Deutschland und einen Wechsel zu Borussia Dortmund. Dies könnte ein wichtiger Faktor in den anstehenden Gesprächen sein. Die Kölner vermitteln den Eindruck, ihren Leistungsträger ungern abgeben zu wollen und planen nach Informationen des Geissblogs mit dem 19-Jährigen für die kommende Saison. El Mala erzielte kürzlich einen Treffer beim 8:0-Erfolg im Testspiel gegen den SV Bergisch Gladbach 09.
Sportdirektor Ole Book äußerte sich am Rande eines Testspiels ausweichend zu den Transfergerüchten um El Mala. Er betonte, dass der Verein keine Spieler kommentiere, die nicht zum BVB gehören. Book sprach auch von einer „Fülle an Falschinfos“ in den letzten Tagen, ohne diese näher zu spezifizieren. Das Dortmunder Angebot an den 1. FC Köln wurde jedoch sehr deutlich abgelehnt, mit dem Hinweis, dass es keine Grundlage für weitere Verhandlungen sei.
Der Poker um Konstantinos Karetsas befindet sich ebenfalls in einem finalen Stadium, und der BVB möchte hier schnell zu einer Einigung kommen. Die Verhandlungen um Said El Mala dürften in den kommenden Tagen beginnen, wobei eine schnelle Einigung als unwahrscheinlich gilt.
Die Verantwortlichen des 1. FC Köln haben zudem dem AS Rom abgesagt, der ebenfalls in das Wettbieten um El Mala eingestiegen war und bereit gewesen sein soll, mehr als 40 Millionen Euro zu bieten. Dies deutet darauf hin, dass der 1. FC Köln weiterhin an seiner Forderung von 50 Millionen Euro festhält.
Der BVB bleibt in Dortmund gelassen, obwohl die Überzeugung groß ist, dass El Mala sportlich perfekt ins Profil passt. Ein wildes Wettbieten mit englischen Klubs wird es jedoch nicht geben. Ole Book äußerte am Samstag, dass der Verein das Richtige tun wolle und es nicht nur um Tempo gehe.
Source: bild.de
