FC Bayern: Eberl äußert sich zu Davies‘ Verbleib und Itos möglicher Freigabe

FC Bayern: Eberl äußert sich zu Davies‘ Verbleib und Itos möglicher Freigabe

Max Eberl, Sportvorstand des FC Bayern München, hat sich zu verschiedenen Personalien geäußert und dabei den Verbleib von Alphonso Davies bestätigt. Trotz der Verpflichtung von Nathaniel Brown für die linke Abwehrseite schloss Eberl einen Verkauf des kanadischen Nationalspielers aus.

Bei der Vorstellung von Neuzugang Brown im Trainingslager am Tegernsee wurde Eberl auf einen möglichen Abgang von Davies angesprochen. Er stellte klar: „Bei Davies ist eine Trennung ausgeschlossen.“ Dies geschah, obwohl Brown, der für 50 Millionen Euro von Eintracht Frankfurt kam, als starker Konkurrent für Davies auf der linken Abwehrseite gilt. Davies hatte in der vergangenen Saison mit Verletzungen zu kämpfen, darunter ein Kreuzbandriss und drei Muskelverletzungen seit März 2025.

Davies‘ Zukunft und Browns Rolle

Die Verpflichtung von Brown, der auch als deutscher Nationalspieler gilt, erhöht den Konkurrenzdruck auf Davies erheblich. Davies hatte erst vor einigen Monaten seinen Vertrag beim FC Bayern langfristig verlängert und gehört mit einem Gehalt von bis zu 20 Millionen Euro pro Jahr zu den Spitzenverdienern des Vereins. Der Transfer von Brown unterstreicht die Philosophie des FC Bayern, junge deutsche Top-Spieler frühzeitig an den Verein zu binden, wie Vorstandschef Jan-Christian Dreesen erklärte.

Brown, der in der kommenden Spielzeit die Rückennummer elf tragen wird, kann flexibel eingesetzt werden. Er selbst betonte seine Variabilität und sagte, er könne sich gut anpassen und fühle sich im Zentrum sehr wohl, aber auch auf den Außenpositionen spielen. Eberl erwähnte, dass sich der FC Bayern gegen die Verpflichtung eines weiteren Linksaußen entschieden habe, da der Preis zu hoch gewesen sei. Stattdessen hätten die Transfers von Ismael Saibari und Brown dem Kader zusätzliche Flexibilität verliehen.

Trotz der klaren Aussage zu Davies‘ Verbleib deutete Eberl an, dass die linke Seite personell noch nicht endgültig festgelegt sei. Er sagte: „Wenn es auf der linken Seite einen Interessenten gibt für einen Spieler von uns, dann wird man sich damit beschäftigen.“

Itos mögliche Freigabe

Im Gegensatz zu Davies öffnete Eberl einem anderen Profi die Tür für einen möglichen Abgang: Hiroki Ito. Eberl erklärte: „Wenn es bei Hiroki Ito einen Gedanken an einen Wechsel geben sollte, weil er selbst merkt, dass es schwierig wird, dann werden wir uns damit beschäftigen.“

Der 27-jährige Japaner, der im Sommer 2024 für rund 23 Millionen Euro vom VfB Stuttgart zum FC Bayern wechselte, hat aufgrund seiner Flexibilität zwar Einsatzchancen auf der linken Abwehrseite und in der Innenverteidigung, doch auf beiden Positionen ist die Konkurrenz groß. In der Innenverteidigung stehen mit Minjae Kim, Jonathan Tah und Dayot Upamecano drei herausragende Spieler zur Verfügung. Ito kommt aufgrund von Verletzungen, darunter drei Mittelfußbrüche und ein Muskelfaserriss im Februar, bislang auf 31 Einsätze für die Münchner.

Eberl stellte zudem klar, dass Josip Stanisic und Konrad Laimer, der seinen Vertrag bis 2029 verlängerte, nicht als Linksverteidiger eingeplant sind. Er begründete dies damit, dass sie keine klassischen Linksverteidiger seien und in der Vergangenheit nur aus Not auf dieser Position gespielt hätten. Stanisic soll hauptsächlich hinten rechts oder als rechter Innenverteidiger eingesetzt werden, während Laimer vor allem als Rechtsverteidiger und bei Bedarf im Mittelfeld spielen soll.

Source: sportbild.bild.de

Jonas Keller

Sportredakteur mit Schwerpunkt Fußball und internationale Wettbewerbe.