Die Trump-Administration plant möglicherweise eine drastische Wende in der KI-Politik, um den Risiken eines KI-gestützten Cyberangriffs entgegenzuwirken. Dazu erwägt das Weiße Haus die Einrichtung einer KI-Arbeitsgruppe, die formale staatliche Prüfverfahren für neue KI-Modelle entwickeln könnte.
Bislang ließ das Weiße Haus der heimischen KI-Entwicklung weitgehend freie Hand. Die bisherige Politik war stark auf Deregulierung ausgerichtet, was jedoch in Anbetracht steigender Cyberbedrohungen überdacht werden könnte.
Ein zentrales Element dieser neuen Strategie könnte die National Security Agency (NSA) sein, die voraussichtlich eine Schlüsselrolle in der Aufsicht über Künstliche Intelligenz übernehmen würde. Berichte über diese mögliche staatliche Aufsicht bezeichnete das Weiße Haus als Spekulation.
In einem weiteren Schritt hat die Trump-Administration eine Biden-Regelung zur Sicherheitstests für KI-Modelle zurückgenommen. Dies könnte als Zeichen gewertet werden, dass sich die Regierung auf eine strengere Kontrolle von KI-Technologien zubewegt.
Separat dazu stellte Anthropic ein neues Cybersecurity-Modell namens Mythos vor, dessen sicherheitspolitische Bedeutung möglicherweise dazu führt, dass die Trump-Regierung erneut das Gespräch mit dem Unternehmen sucht. Dies geschieht trotz bestehender Spannungen zwischen Anthropic und dem Pentagon.
Die politische Landschaft wird durch die bevorstehenden Midterm Elections am 3. November beeinflusst. Derzeit haben die Republikaner eine Mehrheit im Repräsentantenhaus mit 217 Sitzen, während die Demokraten 212 Sitze halten. Im Senat verfügen die Republikaner über 53 Sitze, im Vergleich zu 45 Sitzen der Demokraten und 2 unabhängigen Senatoren, die den Demokraten zugeneigt sind.
Trotz dieser Mehrheiten sind laut aktuellen Umfragen 62 Prozent der US-Bürger unzufrieden mit Trump. Diese Unzufriedenheit könnte sich auf die Wahlbeteiligung auswirken und somit auch auf die Umsetzung seiner geplanten politischen Veränderungen.
Donald Trump äußerte sich optimistisch: „Wir müssen die Zwischenwahlen gewinnen.“ Beobachter wie Sandra Navidi weisen darauf hin, dass dies nur ein Problem für Trump sei, wenn es freie Wahlen geben sollte.
