DFB-Team trifft im WM-Sechzehntelfinale auf Paraguay

DFB-Team trifft im WM-Sechzehntelfinale auf Paraguay

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft steht vor ihrem nächsten Spiel im Sechzehntelfinale der Weltmeisterschaft 2026. Der Gegner ist Paraguay, wie nach dem Sieg von Spanien über Uruguay feststeht. Die Partie wird am Montag um 22:30 Uhr MESZ in Boston ausgetragen.

Sollte die deutsche Auswahl erfolgreich sein, könnte im Achtelfinale ein Duell mit Frankreich oder Schweden bevorstehen. Das mögliche Achtelfinale wäre am 4. Juli in Philadelphia um 23:00 Uhr MESZ. Frankreich gilt als einer der Top-Favoriten auf den Titel und zeigte in der Gruppenphase eine starke Leistung mit drei Siegen aus drei Spielen.

Trotz der 1:2-Niederlage gegen Ecuador zum Abschluss der Vorrunde geht das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann als Favorit in die Begegnung mit Paraguay. Paraguay belegte in der Qualifikation der südamerikanischen Konföderation CONMEBOL den sechsten Platz und lag nur einen Punkt hinter Ecuador.

Analyse des Gegners und DFB-Vorbereitung

Die größte Stärke Paraguays wird in ihrer Defensive gesehen. In 18 Qualifikationsspielen kassierten sie lediglich zehn Gegentore. Mats Hummels warnte, dass Paraguay voraussichtlich eine ähnliche Spielweise wie Ecuador wählen werde.

Die bisherigen Auftritte Paraguays bei der Weltmeisterschaft waren jedoch nicht durchweg überzeugend. Sie starteten mit einer 1:4-Niederlage gegen Co-Gastgeber USA. Anschließend besiegten sie die Türkei mit 1:0 und erreichten ein torloses Unentschieden gegen Australien, was für den Einzug in die K.o.-Phase ausreichte.

Historisch gesehen hat die deutsche Mannschaft gute Erfahrungen mit Paraguay bei Weltmeisterschaften gemacht. Bei der WM 2002 gewann Deutschland im Achtelfinale durch ein spätes Tor von Oliver Neuville mit 1:0. Ein weiteres Aufeinandertreffen gab es 2013 in einem Länderspiel in Kaiserslautern, das 3:3 endete.

Julian Nagelsmann beginnt die intensive Vorbereitung auf das Sechzehntelfinale am Samstag in Winston-Salem. Nach dem Abschlusstraining am Sonntagmorgen wird das Team mit einem FIFA-Charterflieger nach Boston reisen.

Diskussionen um Manuel Neuer und Kader-Updates

Nach der Niederlage gegen Ecuador dauern die Diskussionen um DFB-Torwart Manuel Neuer an. Bei beiden Gegentoren sah der 40-Jährige unglücklich aus. Ehemalige Nationaltorhüter wie Sepp Maier und Timo Hildebrand äußerten sich zu den Szenen.

Sepp Maier kritisierte, dass Neuer dem Ball früher hätte entgegengehen müssen, nahm ihn aber gleichzeitig in Schutz. Er betonte, dass Neuer nicht der Sündenbock für die Niederlage sei und es nicht fair sei, ihm einen großen Fehler anzudichten. Timo Hildebrand verteidigte Neuer ebenfalls vehement und bezeichnete die Debatte als „typisch deutsch“, da die Situation vor dem 1:2-Gegentor „brutal schwer“ gewesen sei.

Der angeschlagene Linksverteidiger Nathaniel Brown stand am Freitag noch nicht wieder auf dem Trainingsplatz in Winston-Salem. Bundestrainer Julian Nagelsmann zeigte sich jedoch optimistisch, dass Brown am Montag spielen kann. Brown, der leichte Adduktorenprobleme hat, war nach dem Spiel gegen Ecuador in der Regenerationsgruppe. Andere Spieler wie Deniz Undav und Malick Thiaw trainierten unter der Beobachtung von Nagelsmann, DFB-Sportdirektor Rudi Völler und Geschäftsführer Andreas Rettig.

Trotz der Probleme von Felix Nmecha und Aleksandar Pavlovic im Mittelfeld gegen Ecuador ist eine Rückversetzung von Joshua Kimmich in die Zentrale derzeit kein Thema. Nagelsmann lobte Kimmichs Qualitäten als Rechtsverteidiger und erklärte, dass Nmecha und Pavlovic ihre Sache im Zentrum gut machen.

Die deutsche Nationalmannschaft verlor ihr letztes Vorrundenspiel bei der Fußball-WM mit 1:2 gegen Ecuador.

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Source: sportschau.de

Jonas Keller

Sportredakteur mit Schwerpunkt Fußball und internationale Wettbewerbe.