Belgiens WM-Aus gegen Spanien nach Torwartwechsel

Belgiens WM-Aus gegen Spanien nach Torwartwechsel

Das Viertelfinalspiel der belgischen Nationalmannschaft gegen Spanien endete mit einer Niederlage, die von einem dramatischen Torwartwechsel geprägt war. Thibaut Courtois, der Stammtorhüter von Real Madrid, musste das Spielfeld nach 71 Minuten verletzungsbedingt verlassen. Er wurde durch Senne Lammens ersetzt.

Nach dem Spiel äußerte sich Courtois untröstlich über das Ausscheiden und versuchte, seinem Ersatzmann Trost zu spenden. Er betonte, dass Lammens ein „fantastischer Torhüter mit einer vielversprechenden Zukunft“ sei und dieser Moment ihn stärker machen werde. Die belgische Nationalmannschaft unterlag Spanien mit 1:2.

Verletzung und Torwartwechsel

Courtois erklärte, er habe starke Schmerzen im Quadrizeps gespürt. Obwohl er das Gefühl hatte, im Tor bleiben zu können, insbesondere bei kurzen Pässen, entschied der Trainer, ihn auszuwechseln, um sicherzustellen, dass nur Spieler auf dem Feld standen, die zu 100 Prozent fit waren. Diese Entscheidung wurde von Courtois akzeptiert, da das Team über allem stehe.

Nach der Einwechslung von Lammens kam es zu einer entscheidenden Szene. Bei einem Weitschuss von Pau Cubarsí prallte der Ball von Lammens nach vorne ab, und Mikel Merino staubte zum Siegtor für Spanien ab. Die belgischen Verteidiger, darunter Brandon Mechele, nahmen Lammens in Schutz und betonten, dass der Ball nicht einfach gewesen sei und das Team zusammenhalten müsse.

Senne Lammens lässt einen Schuss von Pau Cubarso nach vorne abprallen, Mile Merino (im Hintergrund) ist als Erstes da und erzielt das Siegtor.
Senne Lammens lässt einen Schuss von Pau Cubarso nach vorne abprallen, Mile Merino (im Hintergrund) ist als Erstes da und erzielt das Siegtor.Mark J. Terrill/AP Photo Credit: sueddeutsche.de

Zukunft von Courtois in der Nationalmannschaft

Thibaut Courtois, der inzwischen auf 21 WM-Spiele für Belgien kommt, äußerte sich nach dem Spiel über seine Zukunft in der Nationalmannschaft. Er wusste nicht, ob der Einsatz gegen Spanien sein letzter als Nationaltorwart war. Er plant Gespräche mit dem Trainer und dem Sportdirektor des belgischen Verbands, Vincent Mannaert.

Courtois erwägt, die Nations-League-Spiele im Herbst auszusetzen, um sich danach für die Qualifikation und möglicherweise die Europameisterschaft zurückzumelden. Er betonte jedoch, dass dies eine Entscheidung des Trainers und des Verbands sei. Sollten diese seine Pläne nicht unterstützen, müsste er überlegen, ob er weiterhin für die Nationalmannschaft zur Verfügung stehen kann.

Bereits vor dem Turnier hatte Courtois einen möglichen Rücktritt aus der Nationalmannschaft angedeutet. Er erklärte, dass die Wahrscheinlichkeit, nach diesem Turnier nicht weiterzumachen, größer sei als die, fortzufahren. Seine Familie sei bei ihm, da dies sein letztes großes Turnier sein könnte.

Teamdynamik und weitere Ausfälle

Trotz der Spekulationen um seinen Rücktritt betonte Courtois den guten Zusammenhalt im Team und den Spaß, den er hatte. Er hob hervor, dass die Momente im Turnier einzigartig gewesen seien. Obwohl er es für wahrscheinlich hielt, dass es seine letzte Weltmeisterschaft war, äußerte er, dass er nicht glaube, noch vier weitere Jahre im gleichen Tempo weitermachen zu können.

Die belgische Mannschaft hatte bereits vor dem Spiel gegen Spanien mit weiteren Ausfällen zu kämpfen. Youri Tielemans, ein 29 Jahre alter Mittelfeldspieler von Aston Villa, verletzte sich beim Aufwärmen kurzfristig. Zuvor hatte sich bereits Amadou Onana, ebenfalls von Aston Villa, im Achtelfinale gegen die USA am Kreuzband verletzt. Trainer Rudi Garcia bedauerte die Verletzungen und stellte fest, dass die Details im Spiel entscheidend waren und es am Ende nicht gereicht habe.

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Source: sueddeutsche.de

Jonas Keller

Sportredakteur mit Schwerpunkt Fußball und internationale Wettbewerbe.