Wimbledon: Zverev bereitet sich mit Schlaf auf Finale vor

Wimbledon: Zverev bereitet sich mit Schlaf auf Finale vor

Alexander Zverev, Deutschlands bester Tennisspieler, bereitet sich auf das Wimbledon-Finale vor, das am Sonntag stattfindet. Der Hamburger trifft im Endspiel auf den Weltranglisten-Ersten Jannik Sinner aus Italien. Zverev plant, am Vortag des Finales ausreichend Schlaf zu bekommen, um optimal vorbereitet zu sein.

Der 29-jährige Zverev ist bekannt dafür, ein Langschläfer zu sein. Er strebt an, etwa 10 Stunden Schlaf zu erhalten. Seinen Tagesablauf vor dem Finale beschrieb er detailliert: Er erwartet, gegen 10:00 oder 10:30 Uhr aufzustehen, um 11:00 Uhr zu frühstücken, zwischen 15:00 und 15:30 Uhr zu Mittag zu essen und gegen 20:30 Uhr zu Abend zu speisen. Ein Training ist für etwa 13:00 Uhr angesetzt. Dies sei sein normaler Tagesablauf.

Zverev steht als erster deutscher Tennisspieler seit Boris Becker im Jahr 1995 im Wimbledon-Endspiel der Männer-Einzelkonkurrenz. Er hat die Chance, seinen Erfolgslauf zu krönen, obwohl er die letzten neun Partien gegen den Titelverteidiger Sinner verloren hat. Das Endspiel beginnt um 17:00 Uhr.

Hoher Besuch und familiäre Anliegen

Für das Finale in London wird hoher Besuch erwartet. Bundeskanzler Friedrich Merz wird das Spiel zwischen Zverev und Sinner verfolgen. Dies gab Zverev selbst bekannt, nachdem er sich in seinem zweiten Grand-Slam-Finale in Folge gegen den Briten Arthur Fery durchgesetzt hatte. Merz hatte Zverev nach seinem Sieg bei den French Open in Paris telefonisch gratuliert und sein Interesse am Match bekundet.

Zverev äußerte die Hoffnung, dass der Kanzler ihm bei einem persönlichen Treffen nach dem Match bei einem familiären Anliegen behilflich sein könnte. Es geht um das Visum seiner Großmutter, Natalia Fateeva, die einen russischen Pass besitzt und nach 90 Tagen Aufenthalt in Deutschland nach Sotschi zurückkehren musste. Zverev schlug vor, dass Merz möglicherweise bei einem längeren Visum oder Reisepass für seine Großmutter helfen könnte, damit sie länger bleiben kann. Natalia Fateeva war bereits bei den French Open ein Blickfang in Zverevs Box und hatte ihren Enkel enthusiastisch angefeuert. Sie spielte eine wichtige Rolle in Zverevs Kindheit, indem sie mit ihm Tennis spielte, wenn sie ihn besuchte oder er in Russland war. Zverev betonte jedoch, dass sein Fokus zunächst vollständig auf dem Wimbledon-Finale liege.

Der Olympiasieger von 2021 hat die Möglichkeit, seinen zweiten Grand-Slam-Titel zu gewinnen, nachdem er erst am 7. Juni die French Open in Paris für sich entschieden hatte. Ab Montag wird Zverev voraussichtlich die neue Nummer zwei der Welt sein, direkt hinter Sinner. Dieses Duell wird als eines der aktuell größten im Tennis angesehen.

Weg ins Finale und Publikumsreaktionen

Im Halbfinale von Wimbledon beendete Zverev das „Fery-Tale“ des Lokalmatadors Arthur Fery in drei Sätzen. Fery, der dank einer Wildcard ins Hauptfeld des Turniers gekommen war, hatte sich von Platz 114 der Weltrangliste in die Herzen seiner Landsleute gespielt. Trotz der überwältigenden Unterstützung für seinen Gegner lobte Zverev die Atmosphäre und die Fairness des Publikums. Er genoss jede Sekunde und bezeichnete es als eines der besten Publikum, vor dem man Tennis spielen könne, und als Vorbild für viele Zuschauer weltweit.

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Alexander Zverev sammelt nicht nur Sympathiepunkte.(Foto:picture alliance / PA Images) Credit: n-tv.de

Zahlreiche Prominente verfolgten das Halbfinale von den Rängen, darunter Hollywood-Stars wie Benedict Cumberbatch, Keira Knightley, Rami Malek, Martin Freeman und Dustin Hofmann, sowie die Chefredakteurin Anna Wintour. Zverev äußerte sich auch lobend über seinen Gegner Fery, den er als unglaublichen Spieler bezeichnete, der voraussichtlich noch mehr als 15 Jahre auf der Tour spielen und großartige Ergebnisse erzielen wird. Fery hatte im Viertelfinale überraschend den French-Open-Finalisten Flavio Cobolli besiegt. Zverevs Reise in Wimbledon geht damit weiter, und er trifft im Endspiel auf Sinner, der im Halbfinale Novak Djokovic besiegte.

Zverev, der erst vor einem Monat seinen ersten Grand-Slam-Triumph bei den French Open feierte, zeigte sich glücklich und stolz über seinen Einzug ins Wimbledon-Finale. Er betonte, dass Wimbledon immer das Grand Slam war, mit dem er am meisten zu kämpfen hatte. Im vergangenen Jahr war er noch in der ersten Runde am Franzosen Arthur Rinderknech gescheitert. Ein Erfolg im Finale würde ihn zum dritten deutschen Wimbledon-Sieger nach Boris Becker und Michael Stich machen. Das Endspiel findet am Sonntag statt.

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Source: sueddeutsche.de

Jonas Keller

Sportredakteur mit Schwerpunkt Fußball und internationale Wettbewerbe.