Jannik Sinner, der Weltranglistenerste im Tennis, hat sich in seinem Auftaktmatch in Wimbledon nach einem anspruchsvollen Kampf gegen den Serben Miomir Kecmanovic durchgesetzt. Das Match endete mit einem Ergebnis von 4:6, 6:3, 6:7 (6:8), 6:2, 6:3 für den Italiener. Auf der Tribüne verfolgte Fußball-Ikone David Beckham das Geschehen in der ersten Reihe der Royal Box, begleitet von seiner Mutter Sandra und seinem Sohn Romeo, der mit seiner Freundin Kim Turnbull ebenfalls anwesend war.
Der Sieg kam nach einem Sturz und sichtbarem Blut an Sinners rechtem Schuh, was für eine Schrecksekunde sorgte. Der 24-jährige Sinner beruhigte jedoch die Fans und erklärte, dass es sich lediglich um einen Nagel handele und ihm gut gehe. Er betonte, dass die Situation schlimmer aussehe, als sie sei.
Anlaufschwierigkeiten und Comeback
Jannik Sinner zeigte auf dem Centre Court deutliche Anlaufschwierigkeiten. Er gestand, dass er nicht sein bestes Tennis gespielt habe und anfangs angespannt gewesen sei. Im ersten Satz unterliefen ihm 15 unerzwungene Fehler, und er gab den Satz an den zunächst stabileren Kecmanovic ab. Sinner äußerte sich nach dem Match: „Am Anfang war es etwas eng, ich habe nicht mein bestes Tennis gespielt. Ich habe versucht, reinzukommen, es war mein erstes Match auf Rasen. Ich bin froh, dass ich das Spiel noch gedreht habe.“
Im dritten Satz stürzte Sinner beim Stand von 2:2. Kurz darauf war das Blut an seinem rechten Schuh sichtbar. Trotz des Sturzes und des Verlusts des Tiebreaks im dritten Satz kämpfte sich Sinner zurück. Er verließ den Rasen, um sich in der Kabine zu erholen, was sich als erfolgreich erwies. Im vierten Satz zeigte er ein starkes Comeback und gewann diesen mit 6:2. Im entscheidenden Durchgang übernahm Sinner die Kontrolle und verwandelte nach 3:29 Stunden seinen ersten Matchball zum Sieg.
Hintergrund und Vorbereitung
Das Match in Wimbledon fand 32 Tage nach Sinners Ausscheiden in der zweiten Runde der French Open statt. Nach seinem Turnieraus in Paris hatte Sinner eine Pause eingelegt und ärztliche Untersuchungen durchführen lassen. Diese ergaben keine Auffälligkeiten bezüglich seines Gesundheitszustandes. Alle Tests seien sehr gut gewesen, versicherte Sinner. Er habe die zusätzliche Zeit für viele lange Trainingseinheiten genutzt und sei mit seiner aktuellen körperlichen und mentalen Verfassung sehr zufrieden.
Zur Vorbereitung auf Wimbledon bestritt Sinner ein Schauturnier auf Rasen im Londoner Hurlingham-Club. Auf ein offizielles Turnier verzichtete der Südtiroler. Die Temperaturen in London lagen bei 25 Grad, was merklich kühler war als in den Tagen zuvor. In Paris hatte er nach einer 2:0-Satzführung und einem 5:1-Vorsprung gegen den Argentinier Juan Manuel Cerundolo apathisch gewirkt, bevor die Bedingungen ihn beeinträchtigten.

Ausblick auf die nächste Runde
Nach seinem hart erkämpften Sieg trifft Jannik Sinner in der zweiten Runde von Wimbledon auf den Portugiesen Nuno Borges. Das nächste Match ist für Mittwoch angesetzt. David Beckham, der das Auftaktmatch verfolgte, wird Sinners weiteren Weg ab Dienstag aus der Ferne beobachten, da er nach dem letzten Gruppenspiel der Engländer bei der Fußball-WM gegen Panama nach London gereist war und zum Sechzehntelfinale am Mittwoch gegen den Kongo wieder in Nordamerika sein möchte.
Sinners Kampfgeist und sein Comeback nach anfänglichen Schwierigkeiten und einem Sturz unterstreichen seine Entschlossenheit, sich in Wimbledon zu behaupten. Die Partie gegen Miomir Kecmanovic dauerte 3:29 Stunden.

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Source: bild.de
