Britischer Premierminister verlängert Ausschankzeiten für WM-Achtelfinale

Britischer Premierminister verlängert Ausschankzeiten für WM-Achtelfinale

Verlängerte Ausschankzeiten für das Achtelfinale

Anlässlich des WM-Achtelfinals zwischen England und Mexiko bleiben die Pubs auf der britischen Insel länger geöffnet. Das Büro des britischen Premierministers Keir Starmer gab am Donnerstag bekannt, dass eine Ausnahmeregelung die Ausschankzeiten bis 5.00 Uhr morgens verlängert. Das Spiel findet am Montag statt.

Premierminister Starmer äußerte sich positiv über die Entscheidung: „Der Fußball könnte nach Hause kommen, aber wir sorgen dafür, dass die Fans es nicht müssen.“ Er betonte, dass die durchgehenden Öffnungszeiten der Pubs eine gute Nachricht für die Anhänger sowie für die Pubs und Veranstaltungsorte seien, die die Gemeinschaften zusammenbringen.

England sicherte sich am Mittwoch den Einzug ins Achtelfinale mit einem 2:1-Erfolg gegen die Demokratische Republik Kongo, wobei Kapitän Harry Kane zwei Tore erzielte. Die Begegnung mit Mexiko wird im Aztekenstadion ausgetragen.

Diskussionen um Schulbefreiungen und Trainerpositionen

Nach dem Sechzehntelfinale hatte Trainer Thomas Tuchel sich für eine weitere Ausnahmeregelung eingesetzt und vorgeschlagen, Entschuldigungen für die Schule zu schreiben, damit Kinder die Spiele verfolgen können. Das Büro des Premierministers stellte jedoch klar, dass Kinder am Montag in der Schule sein sollten. Auch Premierminister Starmer habe am Montag einen vollen Terminkalender und stehe vor dem gleichen Dilemma, ob er wach bleibe.

Währenddessen gibt es Spekulationen über die Zukunft des Bundestrainers. Julian Nagelsmann steht möglicherweise vor dem Aus, und der DFB bemüht sich um Jürgen Klopp als Nachfolger. Lothar Matthäus, ein Experte, äußerte, dass es mit Nagelsmann nicht weitergehen könne und der Job als Bundestrainer möglicherweise zu früh für ihn kam.

Klopp steht derzeit noch bei Red Bull unter Vertrag, was eine Abfindungszahlung durch den DFB erforderlich machen würde. Matthäus vermutet zudem, dass Klopps Gehaltsvorstellungen deutlich über denen von Nagelsmann liegen würden und im einstelligen Millionenbereich als Jahresgehalt nicht zu finden wären. Er betonte, dass dies ein Gesamtpaket sei, das den Verantwortlichen beim DFB Kopfschmerzen bereiten könnte.

New York, New York? New York, New Jersey! Bundestrainer Julian Nagelsmann
New York, New York? New York, New Jersey! Bundestrainer Julian Nagelsmann Credit: faz.net

Die kolumbianische Nationalmannschaft zeigt sich in der K.o.-Phase der Weltmeisterschaft zuversichtlich. Trainer Nestor Lorenzo erklärte vor dem Sechzehntelfinale gegen Ghana, dass es schön sei, von einigen als Mitfavorit gesehen zu werden, dies aber auf dem Platz gezeigt werden müsse. Er hob hervor, dass sein Team gelernt habe, mit der Rolle und der Verantwortung umzugehen, und dass die K.o.-Phase bisher gezeigt habe, wie eng alle Spiele bis zum Schluss seien. Kolumbien gewann in seiner Geschichte bisher zwei K.o.-Spiele bei Weltmeisterschaften, zuletzt im Turnier 2014.

Weitere WM-Entwicklungen und Rekorde

Ägypten bangt im Sechzehntelfinale gegen Australien um den Einsatz von Kapitän Mohamed Salah. Nationaltrainer Hossam Hassan erklärte am Donnerstag, dass man kein Risiko eingehen wolle und Salah nur eingesetzt werde, wenn er zu 100 Prozent fit sei. Der 34-jährige Salah wurde im Spiel gegen den Iran wegen einer Oberschenkelzerrung ausgewechselt, hatte aber am Mittwoch wieder anteilig am Mannschaftstraining teilgenommen.

Ab sofort geht es um alles oder nichts: Kapitän Joshua Kimmich und die Nationalmannschaft
Ab sofort geht es um alles oder nichts: Kapitän Joshua Kimmich und die Nationalmannschaft Credit: faz.net

Spaniens Torhüter Unai Simon hat im Sechzehntelfinale gegen Österreich einen Weltmeisterschaftsrekord gebrochen. Der Schlussmann blieb beim 3:0-Erfolg ohne Gegentor und ist nun seit 519 Minuten bei WM-Endrunden unbezwungen. Damit überflügelte der Profi von Athletic Bilbao den Italiener Walter Zenga, der 1990 517 Minuten ohne Gegentor geblieben war. Simons Serie begann bei der WM 2022 in Katar und setzte sich bei der aktuellen WM fort, wo er gegen Kap Verde, Saudi-Arabien, Uruguay und Österreich ohne Gegentor blieb.

Der Platzverweis für Folarin Balogun beim Einzug der USA ins Achtelfinale gegen Bosnien-Hercegovina (2:0) beschäftigt hohe Stellen. US-Außenminister Marco Rubio kritisierte die Entscheidung und sprach von einer „beschissenen Behandlung“. Er forderte ein Einspruchsverfahren gegen die voraussichtliche Sperre des dreifachen WM-Torschützen für das nächste Duell des US-Teams mit Belgien. Balogun hatte die USA vor der Pause in Führung geschossen, sah aber später Rot wegen eines Tritts auf das Sprunggelenk eines Gegenspielers. US-Coach Mauricio Pochettino hatte den Platzverweis ebenfalls kritisiert und betonte, dass es keine Absicht gewesen sei.

Der Staatspräsident von Kap Verde, José Maria Neves, freut sich auf das WM-Spiel seines Teams gegen Weltmeister Argentinien und plant, dem gegnerischen Superstar Lionel Messi ein Trikot Kap Verdes mit dessen Namen und der Rückennummer 10 zukommen zu lassen. Kap Verdes Trainer Bubista zeigte sich vor dem Sechzehntelfinale in Miami kämpferisch und betonte, dass man mutig spielen und um das Erreichen der nächsten Runde kämpfen werde. Kap Verde überstand die Vorrundenspiele gegen Spanien (0:0), Uruguay (2:2) und Saudi-Arabien (0:0) ungeschlagen.

Die K.o.-Phase der Weltmeisterschaft 2026 wird in den USA, Kanada und Mexiko ausgetragen.

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Source: faz.net

Jonas Keller

Sportredakteur mit Schwerpunkt Fußball und internationale Wettbewerbe.